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Tansania Minerals Corp.: Interview mit President & CEO Kal Matharu und Country Manager Abiel Kyamanywa

03.12.2010  |  Rohstoff-Spiegel

Exzellente Chancen für Anleger

Afrika bietet einen unheimlichen Reichtum an den verschiedensten Rohstoffen. Nicht selten finden sich dort Multi-Millionen-Unzen Gold-Projekte. Dennoch ist es für Investoren oft recht schwer in einen Wert zu investieren und gleichzeitig ruhig schlafen zu können. Viele Regionen in Afrika sind noch immer politisch sehr labil. Ansprüche können oft nur mit Waffengewalt oder hohen Bargeld-Zahlungen durchgesetzt werden.

Zu den wenigen Ländern, die als politisch gefestigt gelten, zählt auch Tansania. Das Land ist vielen Anlegern eher als touristisches Ziel (Stichwörter: Serengeti und Kilimandscharo) bekannt. In der Tat spielt der Mining-Bereich erst seit etwa 15 Jahren eine Rolle in dem ostafrikanischen Land, brachte aber bereits mehrere Multi-Millionen-Unzen-Projekte hervor. Tanzania Minerals ist eines der Unternehmen, die als so genannter First Mover nach Tansania kamen und im Norden des Landes einige sehr interessante Gold-Projekte explorieren. Wir wollten von Tanzania Minerals‘ President & CEO Kal Matharu und Country Manager Abiel Kyamanywa genauer wissen, was Tanzania Minerals derart einzigartig macht.


Rohstoff-Spiegel: Abiel, kurz zu Ihrer Person. Sie waren in Ihrer früheren Tätigkeit einer der Chefgeologen bei AngloGold, ist das richtig?

Antwort: Ja, ich war für AngloGoldAshanti auf verschiedenen Projekten verantwortlicher Geologe. Unter anderem auch in Tansania. Ich war dabei mitverantwortlich für das Auffinden von zwei großen Goldlagerstätten.


Rohstoff-Spiegel: Kommen wir zu Tanzania Minerals und seinem Hauptprojekt Mrangi. Zunächst einmal die Frage, was macht Tansania und im Speziellen der Norden Tansanias, wo Ihre Projektgebiete liegen, derart interessant für einen Goldexplorer? Wie stellt sich die Geschichte der Minenindustrie Tansanias dar?

Antwort: Zu Zeiten der Kolonialisierung wurden in Tansania viele hochgradige Venenstrukturen entdeckt. Nach Erhalt der Unabhängigkeit des Landes etablierte der erste Staatspräsident Nyerere eine sozialistische Gesellschaft. Dies führte dazu, dass nahezu alle minentechnischen Tätigkeiten eingestellt wurden. Die Exploration kam völlig zum Erliegen. Diese Entwicklung setzte sich bis ins Jahr 1997 fort. Erst der ehemalige Präsident Benjamin Mkapa sorgte dafür, dass für die Entwicklung von Minenprojekten wie der ausländisches Kapital nach Tansania floss.

Während der Kolonialzeit betrug die jährliche Verarbeitungsmenge 5 Millionen Tonnen Gestein. Heute stehen wir bereits bei 50 Millionen Tonnen. Ein großer Teil des ausländischen Kapitals zur Etablierung neuer Minen stammte dabei zunächst aus Südafrika. Mittlerweile verzeichnet Tansania aber auch reges Interesse aus anderen Erdteilen. Der Schlüssel lag dabei ganz klar im Aufbrechen der verkrusteten sozialistischen Strukturen.

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Rohstoff-Spiegel: Wie stellt sich die Geologie des Landes dar?

Antwort: Die Geologie Tansanias ist mit der Kanadas vergleichbar. In Kanada wurde und wird natürlich viel mehr exploriert und produziert als in Tansania. Dies liegt allerdings nicht an den geologischen Gegebenheiten, sondern an den eben beschriebenen, bis vor Kurzem fehlenden Investitionen in Tansania.





Rohstoff-Spiegel: Welche Explorationsarbeiten wurden von Tanzania Minerals auf dem Mrangi Gold-Projekt in der jüngeren Zeit durchgeführt?

Antwort: Wir haben auf Murangi, einem Teil der Mrangi-Lizenz, bis dato mehrere Programme zur Sammlung und Auswertung von Bodenproben unternommen. Dieses so genannte Soil Sampling brachte durchschnittliche Goldgrade von 2 bis 10 Gramm je Tonne Gestein hervor. Danach fanden ausgiebige geophysikalische Untersuchungen statt. Außerdem hoben wir 80 Schürfgräben aus und testeten dabei die oberflächliche Gesteinsstruktur sowie die dort vorhandenen Grade an Gold. Dabei bestimmten wir drei Goldanomalien. Die größte davon zeigt einen Trend von 4 Kilometern Länge und etwa 800 Metern Breite auf.

Ein erstes Bohrprogramm mit zwei Bohrgeräten wird in circa einem Monat starten. Dabei sollen zunächst einmal 2.000 Meter gebohrt werden um die Kontinuität und die Richtung der Vererzung genauer bestimmen zu können. Sehr wichtig ist auch die Bestimmung der Tiefe der Vererzung.

Ähnliche, hochgradige Goldvererzungen in benachbarten Minen und Projekten zeigen, dass diese in die Tiefe hin immer höhere Grade aufweisen. Das Mrangi Projekt liegt unter anderem in direkter Nachbarschaft zur Phoenix Mine und weist auch dieselbe geologische Struktur wie diese Mine auf. Aus der Phoenix Mine wurden zu Zeiten der Kolonisation mit einfachsten Mitteln über 300.000 Unzen Gold gefördert. Dies war nur wegen der extrem guten Grade möglich. Es ist jedoch auch so, dass die deutschen und britischen Kolonialherren lediglich die extrem hochgradigen Venenbereiche ausbeuteten, während ein Großteil der Venenstruktur noch gänzlich unberührt ist. Ähnliche Strukturen weist auch Barricks Tulawaka Mine auf.


Rohstoff-Spiegel: Neben Murangi besteht das Mrangi-Projekt aber auch noch aus zwei weiteren (Teil-) Projekten…

Antwort: …ja, aus Mrangi East (Katario) und Mrangi South (Kibara). Diese beiden Projekte werden wir gleich im Anschluss an das Murangi Projekt bebohren. Wir schätzen, dass wir etwa ab März 2011 auf Mrangi East und im Anschluss daran auf Mrangi South bohren werden. Aktuell arbeiten etwa 60 Leute auf unserem Projektgebiet. Diese ziehen aktuell von Projekt zu Projekt um vorab bestimmte Bohrzonen zu identifizieren und diese jeweils für die anstehenden Bohrprogramme vorzubereiten.

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Rohstoff-Spiegel: Haben Sie darüber hinaus auch Pläne, weitere Lizenzgebiete in Tansania zu erwerben?

Antwort: Auf jeden Fall, ja. Wir haben bereits mehrere Anträge bei der tansanischen Regierung eingereicht und warten auf deren Genehmigung. Es handelt sich dabei um insgesamt 64 weitere Claims in der Region, in der auch das Mrangi-Projekt liegt. Ziel ist es, in diesem Bereich der größte Landholder zu werden. Das hat unter anderem auch logistische Gründe. Da ist es immer von Vorteil, wenn man ein zusammenhängendes Gebiet explorieren kann. Zusätzlich stehen wir mit der Regierung von Tansania in Verhandlungen für ein hochgradiges Projekt, das bereits bis zur Machbarkeitsstudie fortentwickelt wurde und sich aktuell noch unter der Kontrolle der Regierung befindet. Wir sind guter Dinge, dass wir bereits im ersten Quartal 2011 einige dieser Akquisitionen, die allesamt in der Nähe von Mrangi liegen, verkünden können.


Rohstoff-Spiegel: Das klingt ganz danach, als hätten Sie zur Regierung Tansanias eine gute Beziehung. Wie steht es um die aktuelle politische Situation in Tansania?

Antwort: Tansania hat etwa 43 Millionen Einwohner, die in etwa 100 Stämmen organisiert sind. Das bedeutet gleichzeitig, dass jeder Stamm eine sehr große Anzahl an Mitgliedern besitzt. Der ehemalige Präsident Nyerere verhinderte zwar die Fortentwicklung der tansanischen Minenindustrie, war aber dennoch ein sehr zukunftsgerichteter Mensch. Er wurde gerade deshalb auch “Vater der Nation“ beziehungsweise “Lehrer“ genannt. Sein Hauptziel war die Zusammenführung der einzelnen Stämme und die Reduzierung möglicher Konflikte zwischen ihnen. Er war es, der das Land letztendlich auch einen konnte. Er führte alle Stämme zusammen und reduzierte auch das Sprachenwirrwarr auf lediglich zwei Nationalsprachen.

Er war es also, der Tansania zu einem sehr soliden und friedlichen Land machte. Tansania erhält heutzutage große Unterstützung durch die Weltbank, die viele Investoren ins Land gebracht hat – auch aus der Europäischen Union. Tansania hat mittlerweile bewiesen, dass es sich an alle Abmachungen hält und wurde dadurch zu einem der für ausländische Investoren interessantesten afrikanischen Länder. Das politische Gefüge in Tansania ist sehr stabil, Investitionen gegenüber sehr wohlwollend eingestellt und unterstützt vor allem europäische und nordamerikanische Unternehmen, die Minenprojekte in Tansania entwickeln und verwirklichen wollen.


Rohstoff-Spiegel: Ihr Beratungsstab zählt einige sehr interessante Persönlichkeiten. Wie können diese Tansania Minerals weiterhelfen?

Antwort: Zu unseren Beratern zählen unter anderem Anna Mkapa, die frühere First Lady des Landes, Ridhiwani-Jakaya Kikwete, der Sohn des Präsidenten, Makame Rashid, ehemaliger General der tansanischen Armee und früherer Botschafter Tansanias in Malawi und William Marealle, der Anführer des größten tansanischen Stamms. All diese Personen verfügen über ein - über Generationen aufgebautes - exzellentes Netzwerk in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, das Tansania Minerals ein unheimliches Entwicklungspotenzial garantiert.


Rohstoff-Spiegel: Warum sollten die Leser des Rohstoff-Spiegel gerade jetzt in Tansania Minerals investiert sein?

Antwort: Aus geologischer Sicht sind wir hier im Norden Tansanias genau richtig. Die Region um Mrangi ist bekannt für ihre großen und hochgradigen Goldlagerstätten. Östlich und südlich des Viktoriasees liegen 10 Multi-Millionen-Unzen-Lagerstätten. Drei davon weisen mehr als 10 Millionen Unzen Gold auf. Darüber hinaus befinden sich in der Region zahllose Projekte mit Lagerstätten von mehr als 300.000 Unzen.

Außerdem haben wir hier im Vergleich zu vielen anderen Regionen Afrikas ein sehr stabiles politisches Umfeld. Wir haben die Unterstützung mehrerer sehr angesehener Persönlichkeiten Tansanias. Unser Management-Team weist einen äußerst guten Track-Record mit einigen exzellenten Goldfunden in der Vergangenheit auf. Wir bieten unseren Shareholdern die Möglichkeit, in einem stabilen Land an einem Projekt mit einem Multi-Millionen-Unzen-Potenzial zu partizipieren.


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