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Die technische Situation bei Aluminium, Kupfer und Nickel

08.06.2010  |  Manfred Wolter (LBBW)

Aluminium verliert die Hälfte der Rallyegewinne

Im April schaffte der Preis zwar noch einmal kurzfristig den Weg über die steile, ehemalige Unterstützungslinie und verschob damit das Jahreshoch auf knapp 2.450 USD, aber in nur zwei Monaten wurden seither ca. 50% der Rallyegewinne seit dem ersten Quartal 2009 abgegeben. Nach der klassischen Reaktion von 50% in Kombination mit der Dynamik wird eine Gegenbewegung deutlich wahrscheinlicher. Aber in dieser Woche erschwert ein zentrales Widerstandskreuz aus der wichtigen ehemaligen Unterstützungshorizontalen und den fallenden Tops seit April bei ca. 1.950 USD die Rückkehr. Deutlich freundlicher würde die Charttechnik erst bei Kursen jenseits von 2.040 USD (Augusthoch), während die nächsten Unterstützungen bei ca. 1.770 USD und ca. 1.670 USD liegen.

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Kupfer rutscht auf zentrale Unterstützung

Anfang April votierten wir in einer technischen Analyse bei Preisen rund um 8.000 USD für Shorts mit gestaffelten Targets zwischen 7.200 USD und 6.300 USD. Diese Ziele sind inzwischen vollständig erreicht und Kupfer notiert mit 6.249 USD nur noch knapp über dem bisherigen Jahrestief bei 6.240 USD. Auf diesem Niveau liegen gleich mehrere wichtige mittelfristige Trendlinien, aber für Entspannung wäre mindestens ein weekly Close über 6.900 USD erforderlich, wo der 200er SMA (daily) verläuft und gleichzeitig das erste Mai-Zwischentief überwunden wäre. Gelingt dagegen keine schnelle Rückkehr über 6.300 USD, so warten ein Gap (aus dem letzten August) und die nächste mittelfristige Trendunterstützung erst bei gut bzw. knapp 5.700 USD.

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Nickel

Ende März favorisierten wir in einer technischen Analyse aufgrund erheblicher Widerstände zwischen 23.000 USD und 25.300 USD den Abbau von Positionen, während Shorts weitere 10% bis 15% darüber gedreht werden sollten. Die bullishe Dynamik reichte für ein Aprilhoch bei 27.350 USD, aber aus Monatsperspektive entstand erst ein wendeverdächtiger "Doji" und gemeinsam mit den Kerzen für März und Mai entstand ein stark belastender "Evening Doji Star". Im mittelfristigen Geflecht aus Trendlinien hat der Kurs mit erheblichem Druck inzwischen fast die innere Trendlinie erreicht (wie im ersten Halbjahr 2004). Spätestens Kurse um 17.300 USD bieten sich an, um vorhandene Shorts zu schließen. Die nachfolgende Horizontale verläuft bei knapp 15.900 USD und lädt (mit einem engen Stop) zu antizyklischen Longs ein.

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Übersicht: Lagerbestände Energie & Metalle

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© Manfred Wolter
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart





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