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Corriente Resources - Kupfer-Riese im Übernahme-Fokus

27.09.2009  |  Rohstoff-Spiegel

Sonderausgaben gibt es vom Rohstoff-Spiegel nur äußerst selten. Eigentlich nur für den Fall, dass unsere treuen Leser von einer der interessantesten und wertmäßig größten Junior-Rohstoff-Companies erfahren sollen, die bald aufhören könnte, zu existieren - weil sie sich im Fokus einer ganzen Reihe von Kupfer-Firmen befindet, die an einer Übernahme interessiert sind. Wie brandaktuell eine mögliche Übernahmeschlacht dabei ist, sollen Ihnen die folgenden Seiten zeigen.

Bevor wir uns dieser Firma widmen, wollen wir zunächst einen kurzen Blick in die Zukunft werfen.

Der Minengigant BHP Billiton geht bis 2032 von einer Gesamtkupfernachfrage von 680 Millionen Tonnen aus. Zum Vergleich: Von 1900 bis 2007 wurden weltweit insgesamt nur 608 Millionen Tonnen Kupfer gefördert.

Die Unternehmensberatung McKinsey & Company geht in einer eigenen Studie davon aus, dass bis 2025 weitere 350 Millionen Chinesen in die großen Städte ziehen. Das sind mehr Menschen, als die gesamten Vereinigten Staaten an Bewohnern aufweisen!

Demzufolge dürften bis 2030 mehr als eine Milliarde Chinesen in Städten leben.
Das bedeutet, dass China in 20 Jahren 220 Millionenstädte besitzen wird - zum Vergleich: Europa besitzt gerade einmal 35.

Um diese Menschenmengen transportieren zu können, werden nach Schätzungen 5 Milliarden Quadratmeter neuer, asphaltierter Strassen gebaut oder zumindest modernisiert werden müssen.

170 neue Massentransportsysteme werden gebaut werden müssen.

40 Milliarden Quadratmeter Wohn- und Geschäftsfläche in fünf Millionen neuen Gebäuden werden entstehen müssen. Wobei rund 50.000 davon Wolkenkratzer sein werden.

Das alles sind unvorstellbare Größenordnungen, die aber reell in absehbarer Zeit allein auf China zukommen werden, ganz abgesehen von Indien oder beispielsweise auch Indonesien. Alle Kategorien von Industriematerialien, wie Metalle, allen voran Kupfer, werden auch weiterhin eine hohe Nachfrage erfahren. Schon allein deshalb, weil immer mehr Menschen in große Städte ziehen und am wachsenden Wohlstand teilhaben wollen.

Weltweit existiert lediglich eine Handvoll Junior-Rohstoff-Firmen mit einer großen Kupfer- und Gold-Ressource, einer positiven Machbarkeitsstudie, einer guten Projekt-Infrastruktur, ausgestattet mit allen wesentlichen Genehmigungen, unterstützt durch eine minenfreundliche Regierung, die noch dazu im Fokus von mehreren Übernahme-Interessenten stehen. Eine Firma, die alle genannten Attribute auf sich vereint, ist Corriente Resources.


Die wichtigsten Fakten

Corriente konnte im Südosten Ekuadors insgesamt vier neue Kupfer-Lagerstätten (Mirador & Mirador Norte, Panatza & San Carlos) nachweisen, die zusammengenommen 25 Mrd. Pfund Kupfer und 4,5 Mio. Unzen Gold beinhalten.
Dabei ist jedes dieser Projekte produktionsbereit.

Für das Start-Projekt Mirador konnte eine positive Machbarkeitsstudie veröffentlicht werden.

Die Zustimmung zum vorgelegten Umweltverträglichkeitsbericht für die Mirador Kupfer-Mine ist bereits erfolgt.

Es konnte darüber hinaus über die Tochter-Firma Ecuacorriente S.A. mit der lokalen Bevölkerung ein Abkommen über die Erlaubnis zur Produktion unterzeichnet werden.


Mirador & Mirador Norte

Mirador und Mirador Norte besitzen eine Ressourcenbasis von 11 Mrd. Pfund Kupfer. Die angefertigte Machbarkeitsstudie geht von einer Förderung von 30.000 Tonnen pro Tag aus, was zu einer jährlichen Produktion von 130 Mio. Pfund Kupfer führt. Die Kapitalkosten belaufen sich auf 418 Mio. USD.

Das Mirador-Projekt besitzt einen Kapitalwert nach Steuern von 427 Mio. USD und eine IRR von 22,8% (Cannacord Langfrist-Kupfer-Preis von 2 USD je Pfund, Discount-Rate 8%).






Die Machbarkeitsstudie auf Basis von 30.000 Tonnen Durchfluss täglich beinhaltet dabei nur 41% der Measured- und Indicated-Ressourcen und keine der 235 Mio. Tonnen aus der Kategorie Inferred.

Außerdem sind darin weder die 171 Mio. Tonnen Gestein der Measured- und Indicated-Kategorie, noch die 46 Mio. Tonnen Inferred-Material des angrenzenden Mirador Norte-Projekts enthalten.


Panantza - San Carlos

Das Panantza - San Carlos-Projekt besitzt eine kombinierte Ressource von 14,4 Mrd. Pfund Kupfer.

Eine vorbereitende Schätzung hat auf Basis einer Tagesförderung von 90.000 Tonnen eine jährliche Produktion von 400 Mio. Pfund Kupfer ergeben. Die Kapitalkosten liegen für dieses Projekt bei etwa 1,3 Mrd. USD.

Das Panantza - San Carlos-Projekt besitzt einen Kapitalwert nach Steuern von 1,7 Mrd. USD und eine IRR von 24,1% (Cannacord Langfrist-Kupfer-Preis von 2 USD je Pfund, Discount-Rate 8%).

Die geschätzte Minenlaufzeit von 20 Jahren basiert auf lediglich 65% der bisher geschätzten Ressource. Die aktuelle Ressource kann durch weitere Bohrungen auf beiden Lagerstätten noch vergrößert werden.


Die Firmenbewertung

Ein Blick auf mehrere Transaktionen der letzten beiden Jahre eröffnet Corriente Resources bei der aktuellen Aktienanzahl einen möglichen Übernahmepreis zwischen 9,77 und 16,29 USD je Aktie.


Große Unterstützung durch Ekuadors Regierung

SENPLADES (Ekuadors Planungs-Ministerium) erklärte die Einbeziehung der Mirador- und Panantza - San Carlos-Projekte in den Nationalen Investitionsplan als oberste Priorität in Ekuador. Diese beiden Projekte werden zusammen mit dem Kinross Fruta del Norte-Projekt das Rückgrat der Entwicklung Südost-Ekuadors bilden.

MMP, das ekuadorianische Minen-Ministerium, bildete eine Taskforce zur Koordination und Beschleunigung der Entwicklung der Corriente- und Kinross-Projekte, der insgesamt acht Ministerien und Behörden angehören.


Die Unterstützung der lokalen Bevölkerung

Rubén Naichap - Präsident der Shuar Federation of Zamora Chinchipe, der Provinz, in der Corrientes Projekte liegen, repräsentiert etwa 5.000 Angehörige der einheimischen Urbevölkerung.

Er erklärte Folgendes: “Unser Volk erhob seine Stimme für die Unterstützung von verantwortungsvoller Kupfer-Förderung ... und wir werden dieses Ziel auch durch die Partnerschaft mit verantwortungsbewussten kanadischen Firmen wie Ecuacorriente S.A. erreichen.“

“Ecuacorriente S.A. ist vorbildhaft darin, sicherzustellen, dass das Volk der Shuar aus der Zamora Chinchipe Province durchgehend über die Fortschritte auf den Projekten informiert und in die Konstruktionspläne eingebunden ist.“

“... in unseren Gemeinden benötigen wir vor allem Schulen und Lehrer; wir benötigen Doktoren und Medikamente ... wir benötigen Straßen, um kommunizieren zu können ... wir wünschen uns den Respekt vor unseren Entscheidungen.“

In einem kürzlich an Ekuadors Präsidenten Correa gerichteten Brief schreibt Naichap unter anderem: ... “unser Volk steht Ihnen bei Ihren Plänen für eine verantwortungsvolle Ausbeutung der Ressourcen weiterhin zur Seite ...“ und betonte dabei, dass die Ureinwohner beabsichtigen “... mit Ecuacorriente S.A. weiterhin zusammen zu arbeiten, um die erdrückende Armut unseres Volkes zu reduzieren und unsere Familien zu ernähren.“






Charttechnik

Der Chart von Corriente Resources weist aktuell eine Auwärtsflaggen-Bildung auf, aus der in dieser Woche bereits ein Ausbruchsversuch nach oben versucht wurde. Ein mögliches nächstes Kursziel und gleichzeitig die nächste Unterstützung befindet sich beim letzten Höchststand von 8,15 CAD.


Interview mit Senior-Vice-President Daniel A. Carriere

Alle bisher genannten Punkte hören sich schon nahezu perfekt an, aber als I-Tüpfelchen ist Corriente Resources jetzt auch noch in den Fokus einer ganzen Reihe von internationalen Kupfer-Firmen geraten, wie Corrientes Senior-Vice-President Daniel (Dan) A. Carriere berichtet. Wir sprachen exklusiv mit ihm über die wichtigsten Fakten und die Zukunft von Corriente Resources.


Rohstoff-Spiegel: Dan, nehmen wir einmal an, Sie wären Senior-Vice-President einer Minen-Gesellschaft, die einen 100%igen Anteil an einem Multi-Milliarden-Pfund-Kupfer- und einem Multi-Millionen-Unzen-Gold-Projekt in Ekuador besitzt, dessen Wirtschaftlichkeit durch eine Machbarkeitsstudie bestätig wurde, dessen Infrastruktur gut ist, das Zugang zu einem Tiefseehafen besitzt, das alle wichtigen Genehmigungen zur Produktion vorliegen hat und das auch noch im Fokus von mehreren Kupfer-Produzenten liegt, die auf der Suche nach potentiellen Übernahmekandidaten mit eben beschriebenen Projekten sind. Was würden Sie sagen?

Corriente Resources: In einer Zeit, in der die ganze Welt ihre Aufmerksamkeit auf die Frage “Wo sollen die zukünftigen Kupfer-Lagerstätten herkommen”, um den Bedarf an Kupfer für die nächsten ein bis zwei Jahrzehnte zu decken, lenkt, existieren eigentlich gar nicht mal so viele neue Kupferbezirke, die sich zu Minen entwickeln lassen und diesen Bedarf decken können.

Wir besitzen eine Einrichtung zur Schaffung eines Tiefseehafens, dessen Bau bereits genehmigt ist, wir besitzen 100% an einem Kupferdistrikt, der aktuell 25 Mrd. Pfund Kupfer enthält, der durch eine Vormachbarkeitsstudie und weitere technische Studien bewertet wurde und wir besitzen darüber hinaus bereits eine Machbarkeitsstudie für unser Starter-Projekt Mirador. Es existiert dort derart viel Kupfer, dass wir gleich mehrere Verarbeitungsanlagen errichten können, ebenso wie Energieprojekte, die auf Wasser basieren. Der Energieaufwand für Kupferminen beträgt in der Regel ein Drittel der Gesamtkosten. Beim Bau von Kupferminen ist die erste Frage deshalb zunächst “Wie kann ich meine Mine mit ausreichend Energie versorgen?”.

Wir arbeiten bereits seit 10 Jahren mit der Urbevölkerung und den lokalen Autoritäten zusammen und besitzen eine breite Unterstützung durch die Regierung Ekuadors. Ekuador ist aktuell zu 90% minenfreundlich eingestellt, wobei der Staatspräsident dies ebenfalls unterstützt, was eminent wichtig ist.

Corrientes- und Kinross- Projekte genießen in Ekuador absolute Priorität hinsichtlich ausländischer Investitionen in das südamerikanische Land und werden zur Initialzündung für Ekuadors Minensektor werden.

Als Senior-Vice-President und einer der Mitbegründer von Corriente bin ich der Auffassung, dass der Corriente Kupfer-Gürtel der einzige Kupfer-Distrikt weltweit ist, der für eine sofortige Produktion bereit ist. Dieser Kupfer-Bezirk kann von einem Major sofort vorangebracht werden, sofern dieser eine Transaktion mit Corriente durchführt. Eine solche Sachlage ist sehr selten und bietet nicht nur für das Management und die Aktionäre eine einmalige Gelegenheit, sondern vor allem auch für Ekuador, seine Urbevölkerung und die lokalen Gemeinden, die die dabei entstehenden Jobs unbedingt brauchen und wollen.


Rohstoff-Spiegel: Wie schon erwähnt, umfasst Corrientes Starter-Projekt Mirador - einschließlich Mirador Norte - eine große Menge an Kupfer und Gold. Welche Ressourcenbasis besitzen diese beiden Projekte?

Corriente Resources: Beide Projekte sind sehr fortgeschritten. Wir hatten bereits mehrere Ingenieurs-Firmen auf den Projekten, die Machbarkeits- und detaillierte ingenieurtechnische Studien erstellten. Zusammengenommen beinhalten beide Lagerstätten 11 Mrd. Pfund Kupfer, 4,5 Mio. Unzen Gold und 31 Mio. Unzen Silber.






Rohstoff-Spiegel: Welches sind die wichtigsten Erkenntnisse, die die Machbarkeitsstudie für Miradors Wirtschaftlichkeit aufzeigen konnte?

Corriente Resources: Einer der größten Nachteile für große Open-Pit-Minen ist die Tatsache, dass diese fast ständig mit einer hohen Durchfluss-Rate betrieben werden müssen, was nur mit einer sehr großen Verarbeitungsanlage machbar ist. Dies führt dann zu Kapitalkosten von mehreren Mrd. USD. Viele Projekte von Major-Minengesellschaften müssen groß sein, damit man möglichst in allen Phasen eines Kupferpreises wirtschaftlich produzieren kann. Einer der wichtigsten Dinge war deshalb auch das Aufzeigen einer hohen Variabilität, die der Corriente Kupfer-Gürtel besitzt.

Einer der Schlüssel-Aspekte der Wirtschaftlichkeit von Mirador ist, dass Mirador auch auf einer relativ niedrigen Produktionskapazität von 30.000 Tonnen pro Tag betrieben werden kann und trotzdem wirtschaftlich und profitabel ist. Das bedeutet, dass der Betreiber die Wahl hat, für 400 Mio. CAD eine Anlage mit einer Kapazität von 30.000 Tonnen pro Tag zu bauen oder eine Anlage hinzustellen, die 60.000 Tonnen am Tag verarbeitet, die aber 700 Mio. CAD kostet. Der Betreiber hat aber auch die Wahl, die Erweiterung der Anlage aus laufendem Cash-Flow zu generieren, was vor allem für große Minengesellschaften sehr interessant ist, da diese immer etwas Bauchschmerzen haben, wenn sie zu viel Kapital in Anlagen stecken müssen, vor allem in Zeiten wie denen der vergangenen paar Monate.

Der Distrikt bietet enorme Möglichkeiten, Mirador kann in einer Größenordnung von 90.000 bis 100.000 Tonnen Verarbeitungskapazität betrieben werden, oder aber auf geringerem Niveau und dem Betreiber dabei den Luxus von Variabilität bieten. Wobei die Wirtschaftlichkeit auch auf einem geringeren Verarbeitungsniveau gegeben bleibt. Nur sehr wenige Kupfer-Lagerstätten sind auf geringem Produktionsniveau ebenso profitabel, bieten also weniger Variabilität.

Unser zweites Projekt, das Panantza - San Carlos-Projekt etwas weiter nördlich, umschließt ein sehr großes Kupfer-Gebiet, welches nach allen Seiten und in die Tiefe weiterhin offen ist. Es steht außer Frage, dass sich die dortigen Ressourcen mit der Hilfe von weiteren Bohrungen verdoppeln lassen, jedoch besteht bei einer aktuellen Ressourcen-Basis von 15 Mrd. Pfund Kupfer - allein für dieses Gebiet - keine Veranlassung, weitere Ressourcen ausfindig machen, da diese den Kapitalwert nicht sonderlich steigern, sondern lediglich für eine Verlängerung der Minenlaufzeit bedeutend sind. Unbestritten ist die Tatsache, dass Panantza - San Carlos auf höherem Verarbeitungs-Niveau starten wird als Mirador, da wir es hier mit zwei enormen Kupfer-Lagerstätten unter einem gemeinsamen Dach zu tun haben.


Rohstoff-Spiegel: Wie steht es um die finanzielle Situation von Corriente und wie hoch ist die Firma pro Pfund Kupfer bewertet?

Corriente Resources: Wir besitzen aktuell 73 Mio. CAD in Cash und haben keine Verbindlichkeiten. Für eine Entwicklungsgesellschaft befinden wir uns in einer sehr komfortablen Position.

Viele Übernahmegeschäfte der letzten Jahre fielen in einen Bereich von 3 bis 5 US-Cent pro Pfund Kupfer. Es ist jedoch so, dass eigentlich niemand bei derartigen Verhandlungen diese Kennzahl beachtet, es geht dabei viel mehr um Abschlags- und Cash-Flow-Modelle etc., um einen angemessenen Übernahmewert für eine Firma zu finden, die übernommen werden soll. Nichts desto trotz ist es sehr interessant, dass jede Übernahme in etwa in den Bereich von 3 bis 5 US-Cent pro Pfund Kupfer fällt.


Rohstoff-Spiegel: Chinas Hunger nach Rohstoffen aller Art ist aktuell unbestritten. Vor etwa einem Jahr übernahmen China Minmetals and Jiangxi Copper Northern Peru Copper. Wie wahrscheinlich sind Übernahme-Angebote für Corriente Resources?

Corriente Resources: Im Februar 2009 wies die chinesische Zentralregierung alle staatseigenen Gesellschaften an, möglichst viele ihrer USD-Bestände in langfristige Minenprojekte umzutauschen. Seit dieser Zeit sehen wir eine sehr hohe Aktivität von chinesischen Firmen. So werden aktuell 85% aller Übernahmen im Energiesektor von chinesischen Firmen getätigt. Und auch ein paar Minen-Akquisitionen der vergangenen Monate wurden von chinesischer Seite durchgeführt. Momentan sind in China also alle Türen und Tore weit offen, die chinesischen Gesellschaften verfügen über Milliarden von USD und sind darüber hinaus auch selbst finanziell sehr gut aufgestellt. China forciert aktuell also Akquisitionen von langfristigen Minen-Projekten, um diese in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickeln und ausbeuten zu können.






Übernahme-Angebote für Corriente Resources sind auch gerade deshalb äußerst wahrscheinlich, da wir einer der wenigen kompletten Kupfer-Distrikte weltweit sind, der in einer kleinen Junior-Company steckt und zudem auch einer der wenigen Kupfer-Distrikte der Welt sind, der sofort in Produktion gebracht werden kann, sobald jemand Corriente Resources übernommen hat.

Unsere Hausbank Citibank hat uns in Kenntnis gesetzt, dass aktuell erhebliches Interesse von einer ganzen Reihe von internationalen Kupfer-Gruppen geäußert wird. Parallel dazu befinden wir uns in fortgeschrittenen Verhandlungen mit einer chinesischen Gruppe, mit der wir seit einiger Zeit zusammenarbeiten. Wir haben großen Respekt vor dieser Gruppe und konnten mit dieser in den letzten Monaten ein starkes Arbeitsverhältnis aufbauen. Im Allgemeinen ist in den letzten 3 Wochen ein enormes Interesse von einer ganzen Reihe von Kupfer-Gesellschaften aufgekommen, welches in etwa vergleichbar mit den aktuellen Aktivitäten im Rohstoff-Bereich allgemein ist.

Nach dem Überstehen der massiven Probleme, die die aller meisten Minen-Gesellschaften zum Ende des letzten Jahres hatten, kommen diese jetzt zurück, um Pläne zu schmieden und sich für die Zukunft mit guten Projekten einzudecken. Als Resultat aus dieser momentanen Markt-Dynamik befindet sich Corriente stark im Fokus der großen Minen-Gesellschaften, die aktuell Corrientes Assets einer Prüfung unterziehen.


Rohstoff-Spiegel: Angenommen, in der nächsten Zeit würde ein Übernahmeangebot für Corriente Resources kommen, welchen Preis müsste der Interessent dann bezahlen?

Corriente Resources: Es gibt keinen Mindestpreis, ich bin mir jedoch sicher, dass die Aktionäre einer Übernahme nur dann zustimmen würden, wenn in dem Angebot ein angemessener Aufschlag enthalten wäre. Insgesamt werden 75% aller Aktionärsstimmen für eine erfolgreiche Übernahme benötigt. Corriente besitzt einzigartige Projekte und das erste Übernahmeangebot könnte deshalb nicht das letzte sein. Der Rohstoff-Bereich kommt so langsam zurück in eine Konkurrenz betonende Phase, in der die Leute realistischer mit der Bewertung von potentiellen Übernahmeangeboten sind.


Rohstoff-Spiegel: Wie gestaltet sich die Aktionärs-Struktur von Corriente Resources, wie loyal sind die großen Anteilseigner und welche Meinung haben diese zu einem angemessenen Übernahmepreis?

Corriente Resources: Die Aktionärsstruktur wird von Leuten dominiert, die bereits seit fast einem Jahrzehnt Anteile an der Firma halten. Wir haben eine Menge an großen Anteilseignern, mich eingeschlossen, die alle hier sind, um eine erfolgreiche Akquisition durchzuführen. Diese alteingesessenen Aktionäre sind dem Management gut bekannt und werden das Management bei einer Abstimmung über ein potentielles Übernahmeangebot unterstützen.


Rohstoff-Spiegel: Denken Sie, dass Corriente Resources in 12 Monaten noch eigenständig sein wird?

Corriente Resources: Nein. - Entschuldigen Sie, eigenständig ja, aber die Firma wird nur noch einen einzigen Aktionär haben (lacht). Diese Dinge benötigen immer einen gewissen Grad an Zeit, vor allem, wenn man versucht, für die Aktionäre das Bestmögliche auszuhandeln, deswegen will ich mich nicht auf bestimmte Zeitpläne festlegen. Der Abschluss einer potentiellen Übernahme ist zu den aktuell gegebenen Umständen aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit.


© Rohstoff-Spiegel 2009