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Weltweite Produktion von raffiniertem Kobalt im letzten Jahr um 4,1% gestiegen

09.04.2009  |  Redaktion

Dank der Produktionssteigerungen in China ist die weltweite Produktion von raffiniertem Kobalt im letzten Jahr um 4,1% gestiegen. Viele andere Produzenten hingegen hatten sinkende Produktionen vermeldet, so das Cobalt Development Institute (CDI, Institut für Kobaltentwicklung). Das Institut schätzt, dass im letzten Jahr das gesamte Kobaltangebot auf 55.878 t gestiegen ist. Noch 2006 und 2007 hatte die Raffinierung bei rund 53.6000 t gelegen.

Im letzten Jahr (2008) steigerte China die Produktion von raffiniertem Kobalt um fast 38% bzw. 4.994 t auf 18.239 t. Gründe dafür sind, dass 2008 größere Mengen von Kobaltkonzentrat und kobalthaltigen Zwischenprodukten in das Land importiert wurden.

Mitglieder des Instituts wie BHP Billiton, Norilsk Nickel, Eramet und Xstrata produzierten im vergangenen Jahr 5% weniger raffiniertes Kobalt. Aktuelle Zahlen stehen noch aus, das staatliche Unternehmen Gecamines der Demokratischen Republik Kongo schätzt jedoch, dass 2008 300 t Kobalt produziert wurden, mehr als die Hälfte weniger als 2007 mit 606 t. Im Jahresvergleich ging die Kobaltproduktion von Norilsk Nickel um 30% zurück. Der "offenbare" weltweite Verbrauch von Kobalt 2008 lag nach Angaben des Institutes bei rund 60.000 t.

Kobalt fällt in erster Linie als Nebenprodukt bei der Kupfer- und Nickelproduktion an. In der Zukunft sollen jedoch mehrere "reine" Kobaltminen in Betrieb genommen werden. Freeport-McMoRan betreibt das Tenke Fungurume Projekt als Jointventure mit Lundin Mining und Gecamines. Von dem Projekt wurde vor kurzem die Produktion der ersten Kupferkathoden berichtet. Der Kobaltkreislauf soll innerhalb der nächsten Monate fertiggestellt werden.


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