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Investoren wollen Änderungen an Rio Tintos China-Deal

16.03.2009  |  Rainer Hahn

RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Den Bergbaugigant Rio Tinto (ISIN AU000000RIO1) plagen die Schulden - 38,9 Milliarden Dollar Schulden, um genau zu sein. Aus diesem Grund hat das Unternehmen einen Deal mit der Aluminum Corp. of China (Chinalco) vereinbart, der vorsieht, dass die Chinesen 7,2 Milliarden Dollar für Wandelanleihen von Rio Tinto investieren und zudem 12,3 Milliarden Dollar für Anteile an den Minenaktivitäten des Konzerns bezahlen.

Doch die Vereinbarung ist noch nicht in trockenen Tüchern. Wie wir bereits vor einigen Tagen berichteten, stellen sich einige der größten Investoren dem Deal entgegen. Und die Skepsis scheint zu steigen. Waren es zunächst vor allem Investoren aus Großbritannien, die sich der Darstellung verweigerten, die Zustimmung zu dem Chinalco-Deal steige, so kommen die neuesten Einwände vor allem aus Australien.

Es wird befürchtet, dass Rio Tinto dem chinesischen Unternehmen zu großen Einfluss zu billige. Vor allem, da es sich bei Chinalco nicht einfach um ein anderes Wirthschaftsunternehmen handele, sondern um eine Unternehmung einer Regierung, die sowohl Wettbewerber als auch Kunde von Rio Tinto ist. Änderungen an dem Deal seien deshalb unumgänglich.

So scheint sich der Mega-Deal dieses Jahres in der Rohstoffbranche noch einige Zeit zu verzögern. Zumal Australien, wie heute bekannt wurde, sich das Recht vorbehält die Prüfung der Vereinbarung auf einen Zeitraum von bis zu 90 Tagen auszudehnen.