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Ekosem-Agrar AG plant Restrukturierung ihrer ausstehenden Unternehmensanleihen

08.04.2024 | 8:07 Uhr | DGAP
- Geopolitische Lage sowie gesetzliche und behördliche Regelungen erschweren massiv das Zusammenwirken der deutschen Mutter mit ihren operativen Tochtergesellschaften in Russland

- Anleihegläubiger sind zur Abstimmung über den Verkauf der Anleihen zu einem Preis von 300,00 EUR je Schuldverschreibung aufgerufen (mehr als 165 % über den Durchschnittskursen des ersten Quartals 2024)

- Gemeinsamer Vertreter und Gläubigerbeirat begrüßen die Maßnahme grundsätzlich und kündigen tiefergehende Prüfung an

- Vorläufige Zahlen für 2023: Umsatzerlöse zwischen 735 und 790 Mio. EUR und EBITDA zwischen 160 und 195 Mio. EUR; Konzernabschluss 2022 wird in Kürze veröffentlicht


Walldorf, 8. April 2024 - Die Ekosem-Agrar AG, deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe EkoNiva, plant die erneute Restrukturierung ihrer Unternehmensanleihen, der ESA-Anleihe 2012/2027 (ISIN: DE000A1R0RZ5 / WKN: A1R0RZ) sowie der ESA-Anleihe 2019/2029 (ISIN: DE000A2YNR08 / WKN: A2YNR0). Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen im Wesentlichen den Verkauf und die Übertragung der ausstehenden Schuldverschreibungen inkl. aufgelaufener Zinsen zu einem Kaufpreis in Höhe von 300,00 EUR je Schuldverschreibung mit einem Nennwert von 1.000,00 EUR.

Des Weiteren plant das Management, die Zusammenführung der deutschen Holdinggesellschaft mit dem ausschließlich in Russland angesiedelten operativen Geschäft. Dazu ist vorgesehen, die von deutschen Gesellschaften gehaltenen Anteile an den russischen Zwischenholdings an eine russische Erwerbergesellschaft zu verkaufen. Dabei sollen im Wesentlichen derzeitige Aktionäre der Ekosem-Agrar AG die Anteile an der Erwerbergesellschaft halten. Für diesen Fall bittet die Gesellschaft die Anleihegläubiger um den Verzicht auf die Rückzahlungsoption im Falle eines Kontrollwechsels.

Darüber hinaus finden derzeit Gespräche mit potenziellen Eigenkapitalinvestoren in Russland statt, die beabsichtigen, bis zu 100 Mio. EUR in die Erwerbergesellschaft zu investieren. Sämtliche Investoren stellen ihr Investment unter die Bedingung der oben erläuterten Restrukturierung der Anleihen und des Verkaufs der Zwischenholdings an eine russische Gesellschaft.

Zur Darlegung der Hintergründe der vorgeschlagenen Maßnahmen und der Anpassung der jeweiligen Anleihebedingungen sowie zum Zwecke der Beschlussfassung lädt die Ekosem-Agrar AG ihre Anleihegläubiger zu jeweils einer Anleihegläubigerversammlung am 2. Mai 2024 um 10:00 Uhr für die Inhaber-Teilschuldverschreibungen 2012/2027 (ISIN: DE000A1R0RZ5) und am 2. Mai 2024 um 14:00 Uhr für die Inhaber-Teilschuldverschreibungen 2019/2029 (ISIN: DE000A2YNR08) in Wiesloch ein. Die Einladung wird am 8. April im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist auf der Website der Gesellschaft einschließlich der erforderlichen Anmeldedokumente und erläuternder FAQs verfügbar.

Stefan Dürr, Vorstand der Ekosem-Agrar AG: "Wir sind der Meinung, dass wir für die Anleihegläubiger mit dem vorgeschlagenen Verkauf der Anleihe eine, wenn auch schmerzhafte so - angesichts der Rahmenbedingungen - doch gute Lösung erarbeitet haben. Die vorgeschlagene Restrukturierung und die Zusammenführung der Holding mit den operativen Tochtergesellschaften in Russland, von wo aus die Gruppe ohnehin gesteuert wird, sind aus unserer Sicht die richtigen Schritte, um unser operatives Geschäft zu erhalten und den Fortbestand der Gruppe zu gewährleisten. Unsere Anleihen waren seit 2012 eine wichtige finanzielle Stütze beim Aufbau unseres Geschäfts, verbunden mit einer attraktiven Rendite für unsere Anleihegläubiger. Angesichts einer weiter ungewissen politischen Entwicklung halten wir einen Verkauf der ESA-Anleihen zu einem Kurs von mehr als 165 % über den Durchschnittskursen des ersten Quartals 2024 für eine große Chance für die Anleger, zumindest einen Teil ihres ursprünglichen Investments zurückzuerhalten."

Die e.Anleihe GmbH, der für beide Unternehmensanleihen bestellte Gemeinsame Vertreter, sowie der im Jahr 2022 konstituierte Gläubigerbeirat, bestehend aus größeren Investoren sowie einem Vertreter der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK), begrüßen angesichts der politischen Situation sowie der Entwicklung der Börsenkurse die vorgeschlagenen Maßnahmen grundsätzlich und haben angekündigt, das vorgelegte Konzept tiefergehend zu prüfen.

Gemeinsamer Vertreter und die SdK werden kurzfristig alle interessierten Anleihegläubiger zu einem Webcast einladen, um die vorgeschlagenen Maßnahmen näher zu erläutern. Die Details zum Webcast werden von der e.Anleihe GmbH und der SdK in Kürze per Pressemitteilung über www.eqs-news.de bekannt gegeben.

Vorläufige Zahlen 2023 verdeutlichen volatile Entwicklung: Umsatzerlöse in EUR durch Währungseffekte sowie temporär gesunkene Milchpreise deutlich rückläufig, EBITDA aufgrund gestiegener Produktionskosten ebenfalls klar unter Vorjahr

Ekosem-Agrar hat im Geschäftsjahr 2023 auf Basis vorläufiger Zahlen Umsatzerlöse zwischen 735 und 790 Mio. EUR erzielt. Trotz temporär stark gesunkener Milchpreise konnten die Umsätze in Rubel weitgehend stabil gehalten werden, aufgrund der Abschwächung des Rubels lag das Minus in Euro zwischen 18 und 24 %. Das EBITDA liegt voraussichtlich zwischen 160 und 195 Mio. EUR und damit ebenfalls klar unter Vorjahresniveau (in Euro zwischen 52 und 60 %), was primär an den deutlich gestiegenen Produktionskosten liegt. Für 2024 rechnet das Management in einem positiven Szenario wieder mit steigenden Umsatzerlösen und Ergebnissen, allerdings "in EUR" weiter unter dem Niveau des Jahres 2022.

Der geprüfte Konzernabschluss 2022 wird in Kürze veröffentlicht.


Über Ekosem-Agrar

Die Ekosem-Agrar AG, Walldorf, ist die deutsche Holdinggesellschaft der Ekoniva Gruppe, eines der größten russischen Agrarunternehmen. Mit einem Bestand von mehr als 235.000 Rindern (davon über 112.500 Milchkühe) und einer Milchleistung von 3.440 Tonnen Rohmilch pro Tag ist die Gesellschaft größter Milchproduzent des Landes. Die Gruppe kontrolliert eine landwirtschaftliche Nutzfläche von ca. 630.000 Hektar und zählt darüber hinaus zu den führenden Saatgutherstellern Russlands. Gründer und Vorstand des Unternehmens ist Stefan Dürr, der seit Ende der 1980er Jahre in der russischen Landwirtschaft aktiv ist und deren Modernisierung in den letzten drei Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt hat. Für seine Verdienste um den deutsch-russischen Agrar-Dialog wurde er 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Unternehmensgruppe ist mit ca. 14.500 Mitarbeitern in neun Verwaltungsgebieten in Russland vertreten. Ekosem-Agrar hat im Geschäftsjahr 2022 eine Betriebsleistung von 1.152,0 Mio. Euro und ein EBITDA von 396 Mio. Euro erwirtschaftet.



Ekosem-Agrar Kontakt

Irina Makey, Ekosem-Agrar AG
Johann-Jakob-Astor-Str. 49, 69190 Walldorf
T: +49 (0) 6227 3585 919
E: irina.makey@ekosem-agrar.de

Presse / Investor Relations
Fabian Kirchmann, Jonas Schneider, IR.on AG
T: +49 (0) 221 9140 970
E: presse@ekosem-agrar.de
 
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