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Goldminenaktien (HUI) mit größtem Tagesgewinn seit Jahren! Folgt jetzt die dritte 180-Prozent-Bewegung?

07.11.2022 | 10:01 Uhr | Schröder, Robert
Wenn man denkt, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. So oder so ähnlich haben sich Anleger am zurückliegenden Freitag, den 4. November gefühlt. Nachdem das laufende Jahr beim NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI) mit einem zeitweisen Kursverlust von über 30 Prozent von vielen Marktteilnehmern schon fast abhakt werden konnte, ging der Index urplötzlich steil. 10,31 Prozent knallten die Kurse der Goldminenaktien im Durchschnitt nach oben.

Man muss schon mehrere Jahre zurückgehen, um einen vergleichbaren positiven Handelstag zu finden. Selbst nach dem Corona-Crash im März 2020 war der Anstieg nicht so dynamisch. Er könnte nun auf die lang ersehnte Trendwende hindeuten!


HUI-Index: Der Goldpreis gibt weiterhin die Richtung vor

Bevor es zur charttechnischen Auswertung kommt, vorab nach ein kurzer Blick auf den Kursverlauf von Gold und HUI. Ab dem Jahreswechsel bis zum Mai konnte der HUI den Goldpreis deutlich outperformen. Ab Juni dann hat sich diese Entwicklung, bedingt durch den schwachen bzw. fallenden Goldpreis, komplett umgekehrt.



In der letzten Analyse an dieser Stelle vom 27. Juni "Goldminenaktien (HUI) im Abwärtsstrudel! Hält der Trend?" wurden fallende Kurse zurück auf ca. 220/215 Punkte in Aussicht gestellt. Dieses Niveau wurde erreicht und mit dem Jahrestiefs Anfang September bei 173 Punkten sogar noch deutlich unterschritten.



Die charttechnische Situation im Wochen-Chart ist schnell beschrieben. Nachdem der direkte Aufwärtstrend seit Anfang 2016 getestet und mit dem jüngsten starken positiven Wochen-Reversal offensichtlich verteidigt wurde, stehen die Zeichen ab jetzt wieder auf grün.


185%, -54%, 188%, -54%, 180%?

Wie im Chart skizziert, gibt es jetzt zwei mögliche Kursziele, die der HUI in den nächsten Monaten und weit ins Jahr 2013 erreichen kann. Zum einen das Niveau zwischen etwa 315 und 325 Punkte, das mit den Jahreshochs harmoniert. Zum anderen die obere rote Trendlinie, die sich durch die Hochs aus dem Jahre 2016 und 2020 definiert. Sie verläuft zwischen 450 und 480 Punkten und erscheint aus heutiger Sicht völlig unerreichbar und unrealistisch.

Doch schauen Sie zurück auf die letzten Jahre. Der HUI zeigt große Kursschwankungen, die zusammengenommen einen intakten, wenn auch verhältnismäßig schwachen Aufwärtstrend bilden. Innerhalb dieses Trends sind die zwei Rallybewegungen mit etwas mehr als 180 Prozent fast identisch. Ebenso die sich jeweils anschließenden Korrekturen von gut 54 Prozent.

Setzt man diese Zahlenreihe stur fort, so kann der HUI-Index bei jetzt erneuten implizierten 180 Prozent schnell an der Schwelle zur 500-Punkte-Marke stehen. Ob das in einem Umfeld von steigenden Zinsen realistisch ist, wird sich zeigen. Charttechnisch ist der HUI aber in jedem Fall reif für eine größere Erholung. Ob diese dann am Ende bei "nur" 325 oder eben bei 500 Punkten endet, spielt heute noch keine allzu große Rolle.


© Robert Schröder
www.Elliott-Waves.com


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Kursdaten: Data Supplied by BSB-Software.de (mind. 15 min zeitverzögert)

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