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Goldbullen in Lauerstellung

14.06.2021 | 7:11 Uhr | Heidkamp, Björn, Kagels Trading
Der abgebildete Chart zeigt die historische Kursentwicklung des Gold Futures von 1985 bis heute, bei Kursen von 1.879,60 USD/Unze. Ein Notierungsstab bildet die Kursschwankungen des Gold Futures für ein Quartal ab.



Seit zwei Jahren befindet sich der Gold Future aus der Perspektive des langfristigen Quartalscharts in einem klaren langfristigen Aufwärtstrend. Die seit August 2020 laufende sekundäre Abwärtsbewegung ist als Korrektur im übergeordneten Aufwärtstrend zu werten. Mit dem Tief bei 1673,30 wurde am 08.März das aktuelle Bewegungstief dieses Rücksetzers erreicht.


Trenddynamik bestätigt positiven Grundton

Im Zeitraum von Ende März bis Ende Mai legten die Kurse des gelben Edelmetalls dynamisch um mehr als 14% bis auf 1.913 zu. Oft gibt die Dynamik Aufschluss über die Hauptrichtung des Marktes.

Nicht zuletzt die Trenddynamik deutet darauf hin, dass sich der übergeordnete langfristige Aufwärtstrend wieder durch gesetzt hat und die Korrektur beendet wurde.


Abwärtstrendlinie überschritten

Im Zuge der letzten Aufwärtsbewegung haben es die Bullen geschafft, den seit August 2020 bestehenden, eingezeichneten mittelfristigen Abwärtstrend deutlich zu überschreiten. Auch das mittelfristige markttechnische Bild hat sich klar verbessert. Somit wurde die mittelfristige Korrektur beendet, der übergeordnete primäre Aufwärtstrend hat sich wieder durchgesetzt.


Luft holen vor starker saisonaler Phase?

Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts befindet sich der Gold Future durch den starken Anstieg zwischen Ende März bis Ende im Mai in einem mittelfristigen Aufwärtstrend. Am 26. Mai endete dieser Anstieg vorerst bei 1.1913,30.

Lediglich die Dynamik der dieser Aufwärtsbewegung hat den Trend aus technischer Sicht etwas überreizt, so dass das Kursverhalten der letzten beiden Wochen als gesunde Korrektur zu werten ist.

Die Stärke des Rückschlags dürfte ein Indiz dafür sein, wie nachhaltig die laufende Rally ist.

In der abgelaufenen Börsenwoche hat Gold einen Innenstab ausgebildet; weder das Vorwochenhoch, noch das Vorwochentief wurden über- bzw. unterschritten. Typischerweise deuten solche Konsolidierungsstäbe auf Unentschlossenheit der Marktteilnehmer.



Gold vor bestem saisonalen Zeitraum

Unter der Betrachtungsweise der Zyklen-Analyse aus den vergangenen 20 Jahren ist der Zeitraum von Anfang Juli bis Anfang Oktober als saisonal stärkste Phase klar positiv zu definieren, so dass die Goldbullen in den kommenden Monaten "saisonalen Rückenwind" erhalten. Insbesondere der August und der September sind in der Historie als sehr positive Monate aufgefallen.


Fazit

Aus der Perspektive des Quartalscharts befindet sich das gelbe Edelmetall weiter in einem langfristigen Aufwärtstrend, sodass die mittel- bis langfristigen Erfolgschancen weiter auf der Long-Seite zu finden sein sollten.

Die seit August 2020 bestehende mittelfristige Abwärtskorrekturbewegung endete am 08. März bei 1.673,30. Der primäre Haupttrend hat sich nun wieder durchgesetzt.

Die kurzfristige Abwärtsbewegung der letzten beiden Wochen ist als gesunder Rücksetzer auf den dynamischen Anstieg seit Ende März einzuordnen.

Bei Kursen unter 1.865 ist mit einer Ausweitung dieser Korrektur bis maximal 1.820 und 1.790 zu rechnen, ohne den neuen mittelfristigen Aufwärtsimpuls zu gefährden.

Steigt der Goldpreis über das aktuelle Bewegungshoch bei 1.913,30 ist als erstes Etappenziel der Bereich erhöhter Abgabebereitschaft zwischen 1.950 und 1.962 zu lokalisieren (Bewegungshoch aus November 2020 und Januar 2021).

Kurse über 1.962 dürften im Zusammenhang mit den historisch gesehen starken saisonalen Sommermonaten den Weg für den Goldpreis zurück in Regionen um 2.000 bis 2.060 ebnen.

Aus Sicht der Bullen ist jetzt die Verteidigung der Marke von 1.673,30 zur Aufrechterhaltung der positiven Ambitionen elementar, da ansonsten eine langfristige obere Umkehrformation vollendet werden würde.


© Björn Heidkamp
www.kagels-trading.de
 
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Kursdaten: Data Supplied by BSB-Software.de (mind. 15 min zeitverzögert)

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