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Stillstand bei der globalen Diamantenindustrie

18.05.2020 | 7:07 Uhr | Vertrauliche Mitteilungen
Im Zuge von "Coronamaßnahmen" hatte Indiens Premierminister Narendra Modi bereits im März eine Stilllegung fast der gesamten Wirtschaft des Landes angeordnet. Davon betroffen ist auch die Stadt Surat, die als weltweites Zentrum der Diamantenbe- und -verarbeitung gilt. 90% aller weltweiten Schleif- und Polierarbeiten werden in Indien - und ein Großteil davon in Surat - ausgeführt.

Alleine dort konnte man in guten Zeiten rund 200.000 "Diamantenarbeiter" zählen, die nun aber mangels Arbeit zum größten Teil in ihre Heimatorte gereist sind.

Mit geschickten Kontrakten gelang es Indien bereits vor einigen Jahren, seinen letzten großen Kon kurrenten im Bereich der Edelsteinbearbeitung, China, abzuhängen. Auch große Minengesellschaften wie De Beers oder Rio Tinto kamen nicht mehr umhin, fast ihre gesamte Rohdiamantenproduktion nach Indien zu verkaufen, wo sie dann entsprechend veredelt und in die ganze Welt exportiert wurde.

Die Minengesellschaften bekamen deshalb schon früher als andere Konzerne zu spüren, wie die indische Wirtschaft bereits "vor Corona" ins Stocken geriet und die kapitalintensive Diamantenveredelung mit sich zog.

Nun sind die weltweiten und fragilen "Diamantenlieferketten" ins Stocken geraten. Die Minengesellschaften haben ihre Aktivitäten in z.B. Südafrika und Kanada kräftig reduziert und der Verkauf in den Diamanten-Handelszentren (u.a. Antwerpen) wurde bereits weitgehend eingestellt. Und weil damit die gesamte Lieferkette ins Stocken geraten ist, kommt es auch zunehmend zu Fällen starken Zahlungsverzugs bis hin zu Insolvenzen. Mangels Bearbeitungsmöglichkeiten sind darüber hinaus die Preise für Rohdiamanten um bis zu 20% gefallen.

Inzwischen kündigte Modi eine Wiederbelebung der indischen Wirtschaft ab Anfang Mai an. Dem Diamantenbereich wird dies aber nicht mehr kurzfristig helfen. Branchenkenner erwarten angesichts der sich weltweit abzeichnenden Wirtschaftsprobleme vielmehr eine eher langsame Erholung im Verlauf der nächsten beiden Jahre. Denn Diamanten seien nicht "wie Milch und Brot", sondern ein "Gegenstand, der nicht unbedingt gekauft werden muß“.


© Vertrauliche Mitteilungen

Auszug aus den "Vertrauliche Mitteilungen", Nr. 4389
 
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