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Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen legt Bericht zum Energieverbrauch 2018 vor

27.03.2019 | 10:17 Uhr | AGEB
Inlandsgewinnung weiter gesunken

Die inländische Energiegewinnung verzeichnete 2018 einen Rückgang um 2,8 Prozent auf 3.891 PJ (132,8 Mio. t SKE). Während die erneuerbaren Energiequellen ihren Beitrag zur heimischen Energiegewinnung um knapp 1 Prozent erhöhten, kam es bei allen anderen Energieträgern zu Rückgängen. Mit einem Minus von fast 30 Prozent lag der Rückgang bei der inländischen Steinkohlenförderung, die zum Jahresende 2018 vollständig eingestellt wurde, besonders hoch.

Die inländische Erdgasgewinnung verminderte sich um 12,6 Prozent und beim Mineralöl gab es ein Minus von gut 7 Prozent. Die inländische Braunkohlenförderung sank um 2,9 Prozent. Insgesamt konnte die Energiegewinnung aus heimischen Ressourcen 30 Prozent des Gesamtverbrauchs abdecken. Wichtigste heimische Energiequelle sind inzwischen die Erneuerbaren mit einem Anteil von 46,3 Prozent (Vorjahr 44,6 %). Es folgt die Braunkohle mit 38,4 Prozent (Vorjahr 38,5 %). Die anderen Energieträger erreichen Anteile im niedrigen einstelligen Bereich.

Rund 70 Prozent seines Energiebedarfs muss Deutschland durch Importe decken. Zum mit Abstand wichtigsten Lieferanten hat sich Russland entwickelt. 2018 stammten 36,3 Prozent der deutschen Rohölimporte aus Russland, zusammen mit den anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion (GUS) beträgt der Anteil sogar nahezu 53 Prozent. Bei der Steinkohle haben Lieferungen aus Russland einen Anteil von rund 40 Prozent. Durch den kräftigen Anstieg der Energiepreise erhöhte sich die Importrechung für Kohle, Erdgas und Öl 2018 gegenüber dem Vorjahr um etwa ein Fünftel auf fast 68 Milliarden Euro.


Energieverbrauch 2018

Entwicklung des Primärenergieverbrauchs in Deutschland 2018 Veränderungen in Prozent - Gesamt 12.963 PJ oder 442,3 Mio. t SKE


Der Verbrauch an Primärenergie lag in Deutschland 2018 um 3,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Verbrauch erreichte nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen eine Höhe von 12.963 Petajoule (PJ) beziehungsweise 442,3 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE).

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen



Mehr Erneuerbare im Energiemix

Struktur des Primärenergieverbrauchs in Deutschland 2018 gesamt 12.963 PJ oder 442,3 Mio. t SKE Anteile in Prozent (Vorjahreszeitraum in Klammern)


Berlin/Bergheim - Die Anteile der verschiedenen Energieträger im nationalen Energiemix haben sich 2018 gegenüber dem Vorjahr weiter verschoben. Die erneuerbaren Energien sowie das Erdgas konnten ihre Anteile am Energieverbrauch steigern. Bei der Steinkohle kam es zu Rückgängen. Braunkohle und Kernenergie konnten ihre Anteile leicht ausweiten, weil der Rückgang des gesamten Energieverbrauchs höher war als der der beiden Energieträger. Insgesamt basiert die deutsche Energieversorgung auf einem breiten Energieträgerangebot.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 3/2019



Entwicklung des Primärenergieverbrauchs in Deutschland 1995 - 2018

in Petajoule (PJ)


Berlin/Bergheim - Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte 2018 eine Höhe von 12.963 Petajoule (PJ) beziehungsweise 442,3 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) und lag damit um 3,5 Prozent niedriger als 2017. Vom Verbrauchsrückgang waren alle fossilen Energieträger betroffen. Bei den Erneuerbaren ergab sich ein Zuwachs um rund 1 Prozent.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen


Die aktuelle Ausgabe des Berichts der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ist jetzt abrufbar: "Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018"


© Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.



Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wurde 1971 in Essen von sieben Verbänden der deutschen Energiewirtschaft und drei auf dem Gebiet der energiewirtschaftlichen Forschung tätigen Instituten gegründet. 2004 erfolgte eine Umgründung in einen Verein. (www.ag-energiebilanzen.de).
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