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Rohstoffe: Ölprognose angehoben!

08.03.2019 | 12:36 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Die Rohstoffe haben in den zurückliegenden Tagen etwas schwächer tendiert. Der Bloomberg Commodity Index (Spot) ist wieder etwas unter das vor zwei Wochen erreichte Jahreshoch bei 349 Punkten zurückgefallen. Zuletzt haben vor allem die Edelmetalle und einige Agrarrohstoffe nachgegeben. Seit Anfang des Jahres liegen Nickel (+25%), Brent und WTI (jeweils +22%) bei der Performance im Universum des Bloomberg Commodity Index ganz vorne. Die stärksten Preisabschläge im laufenden Jahr sind bisher bei Weizen (-11%), KCBT Weizen und Magerschweinen (jeweils -12%) zu verzeichnen gewesen.


Quellen: Refinitiv, LBBW Research


Marktkommentar: OPEC drückt auf die Förderbremse!

Der Output der OPEC 11-Staaten ermäßigte sich von Oktober 2018 bis Februar 2019 von 26,8 um 0,9 mbpd auf 25,9 mbpd. Gleichzeitig ging jedoch die Förderung bei den drei OPEC-Staaten, die aktuell keinen Förderquoten unterliegen (Iran, Libyen und Venezuela), aufgrund von US-Sanktionen bzw. politischen Spannungen sehr stark zurück. Kamen die drei Länder im Oktober 2018 noch auf eine Ölförderung von zusammen 5,7 mbpd, lag der Output im Februar 2019 nur noch bei 4,6 mbpd.

Die Ölproduktion aller 14 OPEC-Staaten ist damit seit Oktober 2018 nicht - wie im Dezember angekündigt - um 0,8 mbpd gesunken, sondern um 2,0 mbpd auf 30,5 mbpd im Februar 2019. Im März könnte die Produktion in Libyen wieder etwas anziehen - für Saudi-Arabien und Venezuela sind jedoch niedrigere Output-Werte zu erwarten, so dass die Ölproduktion der OPEC weiter auf rund 30 mbpd abnehmen dürfte.

Sofern die OPEC weiter ihren strikten Kurs hält und die US-Sanktionen gegen Venezuela und den Iran aufrechterhalten werden, ist mit einem OPEC-Output von höchstens 31 mbpd im weiteren Jahresverlauf zu rechnen. Der einzige Ölförderer, der 2019 die Förderung nennenswert steigern dürfte, sind die USA. Im letzten Jahr kletterte der US-Output um 1,9 mbpd auf 11,7 mbpd. Im laufenden Jahr dürfte die Dynamik jedoch merklich nachlassen. Ein Indiz dafür ist u.a. die rückläufige Zahl der aktiven Bohrlöcher in den USA.

Seit Mitte November 2018 hat sich US-Produktion dürfte im laufenden Jahr nur noch rund 1 mbpd betragen. Unter der Annahme, dass die weltweite Ölnachfrage 2019 um 1,2 mbpd zunehmen wird, dürften die Outputkürzungen der OPEC+ und Kanada dazu führen, dass am Ölmarkt im zweiten Halbjahr 2019 wieder ein Angebotsdefizit entsteht. In Q4/2018 dürfte dieses Defizit rund 0,5 mbpd betragen.

Trotz des leicht schwächeren Wirtschaftswachstums im laufenden Jahr und der damit einher gehenden eher verhaltenen Ölnachfrage sollte der Ölpreis im Jahresverlauf daher dennoch weiter zulegen. Vor diesem Hintergrund erhöhen unsere Prognose für den Ölpreis um 10 USD/Barrel. Brent-Öl dürfte vermutlich schon bis Mitte 2019 auf 70 USD/Barrel anziehen und dieses Niveau in den nächsten Monaten trotz eher verhaltener Konjunkturperspektiven auch halten.


Quellen: Bloomberg, LBBW Research



Quellen: Refinitiv, LBBW Research



Quellen: Refinitiv, LBBW Research


© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.
 
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