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US-Ölproduktion boomt weiter!

01.03.2019 | 11:31 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Die Rohstoffe haben das relativ hohe Preisniveau halten können und tendierten in den letzten Tagen seitwärts! Der Bloomberg Commodity Index (Spot) liegt momentan knapp unterhalb des Jahreshochs von 349 Punkten. In der letzten Februarwoche legten vor allem Basismetalle zu, während Agrarrohstoffe Preisrückgänge verzeichneten. Seit Anfang des Jahres liegen WTI (+23%), Brent (+22%) und Nickel (+22%) bei der Performance im Universum des Bloomberg Commodity Index ganz vorne. Die stärksten Preisabschläge im laufenden Jahr waren bisher bei Weizen (-8%), KCBT Weizen (-9%) und Magerschweinen (-14%) zu verzeichnen.



Marktkommentar: Neuer Rekord beim US-Output

Die Ölproduktion in den USA eilt von Rekord zu Rekord! In der letzten Woche stieg der US-Output auf den neuen Rekordwert von 12,1 mbpd. Damit hat die Ölförderung in den USA alleine in diesem Jahr bereits um 0,4 mbpd zugenommen. In den letzten 12 Monaten beträgt das Plus 1,8 mbpd. Die Dynamik dürfte jedoch in den kommenden Monaten etwas abnehmen. immerhin hat sich der Rig Count zuletzt recht deutlich ermäßigt.

Wurden vor drei Monaten noch 888 aktive Bohrlöcher in den USA gezählt, sank diese Zahl zuletzt um rund 4% auf 853 aktive Rigs. Die immer weiter steigende US-Ölproduktion macht sich auch bei den Ölimporten in den USA bemerkbar. Diese sanken in der letzten Woche um 1,4 mbpd auf ein Rekordtief von nur noch 2,6 mbpd. Im letzten Jahr lagen die US-Ölimporte durchschnittlich mehr als doppelt so hoch bei knapp 6 mbpd.

Die boomende US-Förderung war sicherlich einer der Gründe, dass der Ölpreisanstieg zuletzt etwas ins Stocken kam. Zudem bremsten enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China den Preisanstieg. Und schließlich kritisierte der US-Präsident einmal mehr die Förderkürzungen der OPEC. Allerdings dürfte sich die OPEC wohl kaum von ihrer Strategie abbringen lassen, das Überangebot am Ölmarkt abzubauen. Sollte Saudi Arabien wie angekündigt die Produktion im März auf 9,8 mbpd zurückfahren, würde das Königreich das angepeilte Förderziel sogar um rund 0,5 mbpd unterschreiten.

Die USA könnten sehr leicht selber für ein höheres Ölangebot sorgen. Denn immerhin haben die US-Sanktionen gegen den Iran den Output der Islamischen Republik in den letzten acht Monaten um mehr als 1 mbpd einbrechen lassen. Die jüngsten Sanktionen gegen Venezuela dürften auch bei den Südamerikanern zu Einbußen beim Output führen. Mit diesen sich abzeichnenden Verknappungen auf der Angebotsseite sind sehr starke Preisrückgänge beim Ölpreis in der nächsten Zeit eher nicht zu erwarten!







© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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