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Werden die derzeit hohen Benzinpreise die PGM-Nachfrage beeinflussen?

11.06.2018 | 14:41 Uhr | Fischer, Martina, Heraeus
Sollten die hohen Ölpreise anhalten, könnte dies eine Veränderung im Kaufverhalten von PKWs bewirken. Regierungen haben zum einen Anreize geschaffen, die den Preis von Elektroautos senken sollen und zum anderen die Steuern auf Fahrzeuge mit höheren Abgaswerten angehoben. Zudem sind Lobbyisten-Gruppen für Umweltschutz ebenfalls Verfechter der Nutzung sauberer Autos. Im Zuge der derzeit hohen Ölpreise haben Verbraucher einen weiteren Grund, sparsamere Kleinwagen zu kaufen oder den Wechsel zum Elektroauto in Erwägung zu ziehen, bei denen die Kosten fürs Aufladen weniger als 10% der Kosten des Auftankens betragen.

In den USA beträgt der durchschnittliche Preis für Benzin inzwischen über 3 USD/Gallone. In den Jahren 2008 bis 2013 führten Preise über 3,50 USD/Gallone dazu, dass wieder vermehrt "normale" PKW gekauft wurden anstelle der hinsichtlich des Verbrauchs weniger effizienten SUVs und LKWs. In Europa sind die Benzin- und Dieselpreise so hoch wie seit 2014 nicht mehr, in Frankreich ist der Dieselpreis derzeit sogar höher als während des Ölpreishochs in 2008.

Mit Spannung wird die OPEC-Sitzung vom 22.-23. Juni erwartet, um zu sehen, ob das Angebot erhöht wird. Sollte dies nicht der Fall sein, könnten Engpässe den Öl- und die Kraftstoffpreise auf dem aktuell hohem Niveau halten, was Verbraucher in Richtung kleinere Autos - mit kleineren Katalysatoren und somit geringerer PGM-Beladung - oder sogar zu Elektroautos treiben könnte.



Die spekulativen Futures-Positionen der Händler deuten jedoch darauf hin, dass der Ölpreis seinen Höhepunkt erreicht hat. Tatsächlich erreichte die spekulative Position im Februar ihren Höchststand, als die Netto-Long-Future-Position der nicht-kommerziellen Händler auf 739 Mio. Barrel anstieg. Das letzte Mal, dass die nicht-kommerziellen Händler ihre Position vor einem Preishoch reduzierten, war in 2008, als der Ölpreis seinen Rekordpreis von 147 USD/Barrel erreichte.

Zudem ist die Position der nicht-kommerziellen Händler einseitiger und "bullisher" als je zuvor. Das Verhältnis ihrer Long-und Short-Positionen (Leerverkäufen) hat ein neues Rekordniveau erreicht, das sogar das vorherige Hoch von 2014 übertrifft, kurz bevor der Ölpreis innerhalb von sieben Monaten um 60% einbrach. Wenn der Ölpreis also fällt, wird dies den Anreiz, auf kleinere Fahrzeuge umzusteigen, schwächen und insbesondere die Palladiumnachfrage in den USA unterstützen.


Gold

Der Fokus wird diese Woche auf die Zentralbanken gerichtet sein, denn nicht nur die EZB, sondern auch die FED und die Bank of Japan treffen sich in dieser Woche. Goldinvestoren werden selbst auf die kleinsten Hinweise der FED achten, die auf künftige Zinserhöhungen schließen lassen. EZB und der BoJ könnten weitere Details hinsichtlich des Zeitfensters für eine Beendigung der geldpolitischen Maßnahmen ("Quantitative Easing") bekannt geben.

Äußerungen des Chefökonomen der EZB, Peter Praet, zufolge scheint es wahrscheinlich, dass die EZB zumindest die Reduktion ihrer quantitativen Lockerungsmaßnahmen diskutieren wird - was sie bisher vermieden hatte. Die Folgen einer Beendigung der geldpolitischen Maßnahmen könnten jedoch eher den Euro stärken als sich direkt auf den Goldpreis auszuwirken. Für die BoJ ist es weniger wahrscheinlich, dass sie derart falkenhafte Kommentare von sich gibt.

Der Vorsitzende, Haruhiko Kuroda, könnte jedoch einige weitere Details für die langfristigen Pläne der Bank hinsichtlich ihrer Ansätze zur Reduzierung der Schulden abgeben. Die FED wird höchstwahrscheinlich diese Woche die Zinsen erhöhen, doch ob es insgesamt drei oder vier Erhöhungen in diesem Jahr geben wird, bleibt abzuwarten. Der Zins-Future-Markt preist aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von 37,8% ein, dass es in diesem Jahr vier oder mehr Zinserhöhungen geben wird. Ein Hinweis, dass die FED vier Erhöhungen bevorzugt, würde sich negativ auf den Goldpreis auswirken.


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