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OPEC-Meeting im Foku

21.07.2017 | 11:26 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Performance und Indizes

Die Rohstoffpreise haben zuletzt weiter zulegen können und sind gemessen am Bloomberg Commodity Index (Spot) auf den höchsten Stand seit Ende Mai geklettert. Seitdem sind vor allem Basismetalle gestiegen (Nickel, Kupfer, Blei, Zink: +4% bis +6%). Brent, Erdgas und WTI liegen allerdings immer noch deutlich im Minus (alle ca. 5%). Auch die Edelmetalle sind in den letzten acht Wochen tendenziell gefallen (Silber -6%, Gold -2%).



Marktkommentar: Nigeria als Zünglein an der Waage?

Der Ölpreis hat sich zuletzt etwas aufrappeln können und Brentöl hat wieder die Marke von 50 USD erreicht. Vor allem die Lagerbestandsdaten aus den USA gaben dem Ölpreis Rückenwind. Nach Angaben der EIA gingen in der letzten Woche die US-Lager-bestände an Rohöl um 4,7 Mio. Barrel zurück, während sich die Benzin-Lagerbestände ebenfalls um 4,7 Mio. ermäßigten.

Auf der anderen Seite bleibt der Markt mit dem steigenden Output aus den Krisenländern Libyen und Nigeria sowie der boomenden US-Ölindustrie gut versorgt. Mit 9,43 mbpd erreichte der US-Output zuletzt das höchste Niveau seit drei Jahren.



Insofern bleibt die OPEC gefordert, die Angebotsseite weiter unter Kontrolle zu halten. Erst in dieser Woche hatte das OPEC-Mitglied Ecuador bekannt gegeben, aus finanziellen Gründen aus der vereinbarten Quotenregelung des Kartells aussteigen zu wollen. Damit kommt dem Treffen einiger Vertreter der OPEC und Russlands in St. Petersburg Anfang kommender Woche durchaus eine größere Bedeutung zu.



Zum einen steht nach der Aufkündigung der Quotenregelung durch Ecuador die Disziplin der übrigen OPEC-Mitglieder noch stärker im Fokus. Zum anderen bleibt die Kooperation der OPEC mit Russland als weltweit größtem Förderland sehr wichtig. Immerhin ist der russische Output in den letzten acht Monaten um knapp 0,3 mbpd auf zuletzt 10,95 mbpd zurückgegangen. Und schließlich wird mit Nigeria auch ein Land eingeladen, das momentan mit seiner ansteigenden Förderung einen bedeutenden Faktor auf der Angebotsseite darstellt.

Nachdem der nigerianische Öl-Output im Sommer letzten Jahres mit knapp 1,4 mbpd noch auf ein 27-Jahrestief gefallen war, kletterte die Förderung zuletzt wieder auf bis zu 1,75 mbpd. Sofern es gelingt, den westafrikanischen Staat in puncto Förderung zu Zugeständnissen zu bewegen, könnte sich Brent zunächst wieder längere Zeit über der Marke von 50 USD behaupten.


© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.
 
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