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Die Margen der Goldminenunternehmen

10.09.2010 | 7:28 Uhr | Wright, Scott
Goldgewinnung ist ein hartes Geschäft. Um die wachsende, globale Goldnachfrage zu befriedigen, müssen die Bergbauunternehmen eine Herausforderung nach der anderen meistern. Sie werden ständig von Umweltschützern attackiert, werden oft zur Zielscheibe der Regierung, beschäftigen sich mit einer Wissenschaft, die sehr ungenau ist und müssen immer darum kämpfen, ihre begrenzten Ressourcen zu erneuern.

Goldminenunternehmen haben aber auch mit schwankenden Goldpreisen zu kämpfen. Der Goldkurs kann sich vom Beginn eines Minenbaus bis zum Produktionsbeginn Jahre später radikal verändern. Sogar auf monatlicher oder wöchentlicher Basis machen sich erhebliche Preisunterschiede in ihrem Einkommen bemerkbar. Glücklicherweise rentiert es sich in einem säkularen Bullenmarkt, diese Mühe auf sich zu nehmen.

Angesichts des Goldpreisanstiegs von durchschnittlichen 272 Dollar im Jahr 2001 auf 1165 Dollar im Jahr 2010, hat sich die Goldgewinnung zu einem attraktiven Geschäft entwickelt. Die Bergbauunternehmen, die trotz dieser hohen Preise in der Lage sind, Gold auf den Markt zu bringen, dürfen einen beachtlichen Einkommensanstieg verzeichnen. Sofern der Einkommenswachstum größer ist als der Kostenaufwand, haben diese Minenunternehmen das Potential auf rasant wachsende Margen und haushohe Gewinne.

Genau dieses Gewinnsteigerungspotential macht die Aktien dieser Unternehmen so interessant für Investoren. Der HUI-Goldaktienindex ist nicht ohne Grund seit seinem Tiefstwert im Jahr 2001 um 1155 Prozent gestiegen. Goldbergbauunternehmen sollten aus dem säkularen Bullenmarkt ihres Metalls Profit schlagen. Wie üblich steckt jedoch mehr hinter diesem unbeständigen und unlogischen Industriezweig.

Auch wenn diese Unternehmen ein höheres Einkommen als andere zu verzeichnen haben, heißt das noch lange nicht, dass Goldgewinnung heutzutage ein Kinderspiel ist. Heutzutage stellen sich sogar noch mehr Hindernisse in den Weg der Bergbauunternehmen als noch vor zehn Jahren. Vorausblickende Goldaktienhändler sollten sich dieser Herausforderungen bewusst sein und ihre Hintergründe begreifen, um erfolgreich zu handeln.

Im Laufe der Jahre habe ich eine Reihe von Essays zum Thema Herausforderungen der Goldminenindustrie geschrieben und eine der offensichtlichsten ist der Kostenaufwand. Wie wir im Laufe des Bullenmarktes gemerkt haben, haben Minenunternehmen wirklich Probleme mit der Kostenkontrolle. Und die Hoffnung auf nur geringfügig steigende Ausgaben ist für die meisten reine Fantasie.

Um die Kosten dieses Industriezweigs und einzelner Unternehmen zu verstehen, stehen Analytikern und Investoren eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können die Vermögensbilanzen entweder peinlich genau untersuchen und ihre eigenen Methoden zur Kostenberechnung entwickeln oder eine bekannte Methode nutzen, die die meisten Minenunternehmen in ihrem Geschäftsbericht veröffentlichen. Ich ziehe die einfache Variante vor, denn mit der Methode zur Berechnung der "Cash Costs" berechnet man die durchschnittlichen Produktionskosten einer Unze Gold.

Glücklicherweise halten sich die meisten Minenunternehmen an die Methode, die Cash Costs nach einem im Jahr 1996 vom Gold Institute (GI) eingeführten Standard zu berechnen. Als es diesen Standard noch nicht gab, waren Goldminenunternehmen sehr kreativ und berechneten ihren Kostenaufwand auf unterschiedliche Weise. Auch wenn sich nicht alle Minenunternehmen an den heutigen Standard halten oder ihn nur teilweise nutzen, hat sich der vom GI eingeführte "Production Cost Standard" als einheitliche Methode erwiesen.

Nach dem GI-Standard werden die gesamten Cash Costs berechnet, indem man die Royalties, Produktionssteuern und die Cash-Betriebskosten (direkte Minenaufwendungen, Minenentwicklungskosten, Verhüttungs-, Veredelungs- und Transportkosten und, wenn vorhanden, Nebenproduktgewinne berücksichtigen) addiert. Das Ergebnis wird anschließend durch die produzierte Unzenmenge geteilt, um die durchschnittlichen Produktionskosten einer Unze zu ermitteln.

Vergessen Sie dabei nicht, dass die Cash Costs nicht alles über die Intaktheit, Zukunftsperspektiven oder über den Cash Flow eines Minenunternehmens aussagen. Diese Standardmethode gibt Investoren jedoch einen recht guten Einblick in die aktuelle finanzielle Lage eines Unternehmens.

Die Ermittlung der Cash Costs gibt außerdem Aufschluss darüber, welche Richtung der Industriezweig einschlägt. Und dank eines einzigartigen Datensatzes, den wir hier bei Zeal firmenintern zusammengestellt haben, haben wir einen recht guten Überblick über diesen Sektor. Durch die vierteljährlichen Cash Cost-Zahlen, die für jede seit 2001 in Nordamerika gehandelte wichtige Goldaktie katalogisiert sind, sind wir in der Lage, die durchschnittlichen, jährlichen Cash Costs zu ermitteln. Und mit dem durchschnittlichen, jährlichen Goldkurs können wir dann sogar die Bruttomargen berechnen.






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