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Soft Commodities trotzen dem Preisdruck

25.01.2010 | 16:45 Uhr | Wolter, Manfred, LBBW
Getreide bleibt am unteren Ende des Segments

Die finanzielle Schockwelle der Vorwoche im Getreidesektor zog sich im verkleinerten Maßstab auch durch die vergangene Woche. Die Futures verloren zwischen knapp 2% (Mais) und 2,3% (Sojabohnen). Die COTDaten vom Freitag (Aktivitäten bis Dienstag, Montag war Feiertag) zeigen drastische Entwicklungen für den Bereich "Managed Money", in dem die Netto-Long-Position im Mais Future um über 100.000 Kontrakte (bzw. knapp 10% des Open Interest) auf 132.000 Kontrakte annähernd halbiert wurde. Die Kürzung entspricht einem Gegenwert von rund 1,9 Mrd. USD.

Völlig anders stellt sich dagegen die Situation für die Softs dar: Die Futures für Orangensaft und Zucker (ICE) verwiesen auch die Futures anderer Rohstoffsektoren auf die Plätze und führen die Performance Rangliste mit Ergebnissen von 5% bzw. 3,9% an. Beim Zucker fallen in Anbetracht dieses Trends die Swap Dealer auf, die ihre Netto-Shorts um knapp 40% (bzw. knapp 3% des Open Interest) aufgestockt haben.



CFTC Limits nebensächlich, Obama im Fokus

Während man im Energiesektor aufatmet, da die CFTC Positionslimits die Liquidität und Attraktivität der Handelsplätze nicht so einschränken dürften, dass sich Akteure teilweise oder ganz zurück ziehen, legt Obama mit seinem Vorschlag der vergangenen Woche eine andere Gangart vor: Staatlich gestützten Banken soll per Gesetz die Beteiligung an Hedge Fonds sowie Private Equity Fonds und auch Eigenhandel verboten werden, der nicht direkt mit Kunden in Verbindung steht. Hier droht bei Umsetzung eine umfassendere Drainage für die Liquidität vieler Produkte, wenn die größten Akteure des Marktes beschnitten werden.



Hohe US-Export Sales, IGC sieht starke Getreideernte

Obwohl der betrachtete Zeitraum für die am Freitag von der USDA veröffentlichten US-Export Sales bereits am 14. Januar endete, reichte die Preiskerbe schon für eine dramatische Wende des Geschäfts: Sowohl der Weizen als auch der Maisverkauf stiegen mit über 800.000 t bzw. 1,6 Mio. t auf einen neuen Erntejahr- bzw. Zweijahresrekord (erwartet: 300.000 t bzw. knapp 900.000 t). Der Sojabohnenabsatz stieg auf 991.000 t (erwartet 850.000 t) und liegt im bisherigen Jahr 44% über dem Vorjahreswert (USDA Prognose des ganzen Jahres bei +7%).

Der International Grain Council (IGC) prognostiziert in diesem Frühjahr überdurchschnittlich starke Getreideernten für Brasilien und Argentinien und erwartet für die globalen Getreidelager ein Achtjahreshoch.



© Manfred Wolter
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart





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