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Interview mit Michael Rosenstreich - Geschäftsführender Direktor von BASS METALS (Frankfurt: A0H1G0, ASX: BSM)

08.09.2009 | 11:33 Uhr | Huster, Hannes, Der Goldreport
Goldreport: Bitte gebe uns einen Überblick zu euren Hauptprojekten in Tasmanien und die derzeitige Produktion aus der QUE RIVER Mine. Wie hoch sind die Umsätze, wie hoch liegt derzeit die Marge und welche Gewinne kann das Unternehmen mit der Produktion erwirtschaften?

Michael Rosenstreich: Unser Fokus liegt derzeit an der Fertigstellung der Machbarkeitsstudie für unser HELLYER MINE Projekt. Hier planen wir eine Jahresproduktion von 400.000 Tonnen polymetallischen Erzes, welches wir dann in unserer HELLYER Verarbeitungsanlage selbst aufbereiten möchten.

Diese Arbeiten konnten wir aus eigener Kraft durch unsere laufende Produktion aus der QUE RIVER Mine finanzieren. Hier verkaufen wir unser polymetallisches Erz an die ROSBERY Verarbeitungsanlage, welche jetzt der MinMetals Group, kurz MMG gehört. Vorheriger Besitzer war OzMinerals. QUE RIVER ist eine kleine aber dafür sehr hochgradige Mine, die es uns ermöglicht hat, uns in den letzten 2 Jahren selbst zu finanzieren.

Im Juni-Quartal haben wir 16.000 Tonnen mit durchschnittlichen Gehalten von 19% Zink, 10% Blei, 269 g/t Silber, 7.2 g/t Gold und 0.3% Kupfer verkauft.

Die Verkäufe haben sich für diesen Zeitraum auf 5,5 Millionen AUD belaufen. Die Cashkosten lagen bei 158 AUD pro Tonne und damit haben wir eine Marge von 51% über unseren Betriebskosten erzielen können.

Das HELLYER Mine Projekt und hier besonders das FOSSEY Gebiet (eine Entdeckung von Bass Metals in 2007) wird uns einen erheblichen Produktionsschub bringen und zusätzlichen Wert generieren, da wir das Erz in unserer 100% eigenen HELLYER Verarbeitungsanlage aufbereiten können, die wir kürzlich für einen sehr niedrigen Kaufpreis erwerben konnten.

Weiterhin haben wir noch viele niedrig mineralisierte Rückstände auf unseren Abraumhalden liegen.

Diese 10 Millionen Tonnen mit niedrig mineralisiertem Zink-Blei-Silber-Kupfer Erz versuchen wir ebenfalls erneut aufzubereiten. Wir haben hier bereits die komplette Infrastruktur auf unserem Gebiet und auch die nötigen Genehmigungen sind bereits vorhanden. Wir wollen hier nur sicher gehen, dass die Metallpreise ausreichend sind, um mit der Aufbereitung auch Geld zu verdienen.

Dies an sich sind schon alles gute Nachrichten, doch für mich ist der wirklich spannende Teil die Explorationsarbeit. Wir haben neue geologische Techniken eingesetzt und dadurch neue aufregende Explorationsziele entdeckt, die sich zu wirklich großen Vorkommen entwickeln könnten! Und alle diese Ziele befinden sich im Umkreis von 5-10 Kilometern um unsere Verarbeitungsanlage herum. Wir haben auch unser FOSSEY Projekt mit 2,3 Millionen Tonnen Mineralisierung nur 150 Meter neben unserer HELLYER Mine gefunden. Jedenfalls haben wir nun begonnen wieder zu bohren und das wird wirklich aufregend.


Goldreport: Okay, das klingt natürlich sehr interessant. Ganz kurz zurück zu eurem Vertrag mit MMG. Ist die Zahlung für das gelieferte Erz fix oder wie ist diese Vereinbarung strukturiert? Gibt es bereits Verhandlungen über eine Verlängerung dieses Vertrages nach dem Ende im Oktober 2009?

Michael Rosenstreich: Unser derzeitiger Vertrag mit MMG über die Erzlieferungen läuft bald aus. Es werden keine Fixpreise gezahlt, sondern die Zahlungen sind abhängig von den Metallpreisen an der Londoner Metallbörse LME. Hier erhalten wir einen festgelegten Prozentsatz der durchschnittlichen Metallpreise an der LME.

Wir verhandeln ganz aktuell mit MMG über einen neuen Vertrag und ich gehe davon aus, dass wir vielleicht schon in Kürze Neuigkeiten zu diesem Thema haben werden.


Goldreport: Wie du vorhin schon erwähnt hast, hat BASS METALS vor einigen Monaten eine eigene Verarbeitungsanlage namens HELLYER gekauft. Wie seid ihr zu dieser Anlage überhaupt gekommen? Ihr habt nur rund 4 Millionen AUD für die komplette Anlage gezahlt, was mir doch schon sehr günstig erscheint. Müsst Ihr die Anlage noch modernisieren?

Michael Rosenstreich: Sie war günstig - aber es ist keine “billige“ Anlage. Die Anlage ist sehr weit entwickelt, erhielt 1987 die Zulassung und ist bis zum Jahre 2000 gelaufen. Und aktuell noch einmal für 18 Monate bis zum Oktober 2008. Die Anlage ist zudem in einem sehr guten Zustand.

Der damalige Besitzer war in finanziellen Schwierigkeiten und alle anderen möglichen Bewerber um die Anlage wie zum Beispiel Oz Minerals waren in der gleichen Situation. Naja, es war November 2008 und wie wir alle wissen, war die Stimmung zu diesem Zeitpunkt sehr schlecht! Wir hatten jedoch Bargeld und waren so in einer sehr guten Verhandlungsposition, den Kauf zu harten Konditionen abzuwickeln. Es gibt einige Kleinigkeiten die modernisiert werden müssen, aber nichts Grundlegendes. Wir haben auch bereits im Rahmen unseres Sorgfalts- und Wartungsprogramms mit den Arbeiten begonnen.




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