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Meister der Krise - Interview mit Panoramic Resources

21.04.2009 | 9:25 Uhr | Rohstoff-Spiegel
Interview mit Peter Harold, Managing Director von Panoramic Resources

Die aktuelle Weltwirtschaftskrise bekamen vor allem die Produzenten von Basismetallen wie Kupfer, Nickel und Aluminium zu spüren. Viele, die darauf nicht vorbereitet waren, mussten ihre Minen schließen. Eine Firma, die der Krise dank exzellenter Kostenreduzierungsmaßnahmen trotzt, ist Panoramic Resources. Managing Director Peter Harold gab uns die Gelegenheit, die Rohstoff-Spiegel-Leser auf den neuesten Stand zu bringen und kann mit seinen Konzepten zur Krisenbewältigung durchaus überzeugen.


Rohstoff-Spiegel: Peter, erst kürzlich konnten Sie den Erwerb des restlichen 25%igen Anteils an Ihrem Lanfranchi Projekt von Ihrem Joint Venture Partner Brilliant Mining vermelden. Welche positiven Effekte birgt diese Akquisition für Panoramic Resources?

Panoramic Resources: Offenkundig lässt sich das Projekt nun leichter managen und darüberhinaus können wir nun den Betrieb konsolidieren. Außerdem erhalten wir 25% mehr Reserven und natürlich auch 25% mehr Cashflow, was besonders ins Gewicht fällt. Wir denken, dass dieser Deal auch für die Brilliant-Aktionäre ihre Vorzüge hat. Der Preis für die Übernahme des restlichen Anteils ist fair und außerdem müssen wir keinerlei Cash dafür aufbringen, da wir in eigenen Aktien bezahlen, bei nur geringer Verwässerung.

Nachdem die Übernahme abgeschlossen sein wird, werden wir 6% mehr Aktien haben, was aus meiner Sicht, auf Grund von 25% mehr Ressourcen und Reserven zu verschmerzen ist. Das Ganze vereinfacht uns die Betriebsabläufe und spart uns eine Menge an wertvoller Managementzeit.


Rohstoff-Spiegel: Inwieweit beeinflussen die aktuellen Marktbedingungen Ihre Produktion? Ist Ihr Produktionsverfahren noch wirtschaftlich?

Panoramic Resources: Wir haben mittels einiger schwieriger Entscheidungen in den letzten paar Monaten hart an der Optimierung unserer Produktion gearbeitet. Wir optimierten den Produktionsablauf auf unserem Lanfranchi Projekt mittels Reduzierung der Produktionsmannschaften von 4 auf 3, was uns eine signifikante Kostenreduzierung brachte. Damit erreichten wir eine optimierte Produktion mit einem optimalen Cashflow zu den aktuell niedrigeren Nickel-Preisen. Natürlich haben wir auch die Produktion auf Savannah verbessert. Das bedeutet nicht, dass wir nun nur noch die höhergradigen Vererzungen ausbeuten, sondern, dass wir vor allem im Bereich der Mühle Verbesserungen erreichten. Das bedeutet auch, dass wir aktuell nur an 15 von 21 Tagen produzieren.

Die Kapazität unserer Mühle ist höher als die eigentliche Menge des verarbeiteten Gesteins, was uns eben die Möglichkeit gibt, nur diese 15 Tage zu produzieren und nach 6 Tagen wieder zu kommen und wieder 15 Tage zu produzieren. Das spart uns sowohl Energie- als auch Personalkosten. Innerhalb der gesamten Firma haben wir die Zahl der Beschäftigten von 650 auf 550 verringert, was ebenfalls eine Reduzierung unserer Produktionskosten einbrachte. Die Produktion ist somit zu den aktuellen Marktpreisen wirtschaftlich, was bedeutet, dass wir Produktionskosten von 3 bis 3,5 USD pro Pfund Nickel anstreben.


Rohstoff-Spiegel: Besitzen Sie weitere Optimierungsprogramme?

Panoramic Resources: Wir hatten uns als Ziel eine Kostenreduktion von 10 Mio. AUD auf beiden Projekten gesetzt und sind sehr zufrieden mit dem, seit Beschluss des Programms in 2008, Erreichten.


Rohstoff-Spiegel: Explorieren Sie noch auf Savannah und Lanfranchi?

Panoramic Resources: Obwohl wir noch immer explorieren, haben wir die Ausgaben dafür zurückgefahren. Im letzten Jahr hatten wir ein großes Explorationsprogramm zur Erweiterung unserer Ressourcen und Reserven, weswegen wir auch 10 Mio. AUD dafür aufwendeten. In diesem Jahr werden wir etwa 5 Mio. AUD für Bohrarbeiten ausgeben. Es ist zwar richtig, dass gerade die Explorationsarbeit einfache Einsparungspotentiale in schlechten Zeiten bietet, jedoch hätten wir in diesem Jahr ohnehin nicht wieder einen derart hohen Betrag von 10 Mio. AUD aufgewendet.

Wir planen eher im nächsten Jahr mehr Geld in die weitere Erforschung unserer Erzkörper zu stecken als in diesem Jahr. Aktuell explorieren wir unter der 500 Meter-Verwerfung auf Savannah, was uns hoffentlich eine größere Ausweitung unserer Ressourcen bescheren wird. Darüber hinaus bohren wir weiterhin auf Deacon und arbeiten an einer Ausdehnung der Winner-Mineralisation.


Rohstoff-Spiegel: Welches weitere Potential erwarten Sie von Ihrer Explorationsarbeit?

Panoramic Resources: Es sieht wirklich sehr gut aus. Auf Savannah scheint sich die Vererzung in die Tiefe hin fortzusetzen. Außerdem konnten wir sehr interessante elektro-magnetische Anomalien im südlichen Teil der Savannah-Liegenschaft ausmachen, wo wir vorher noch nicht exploriert hatten.
Auf Lanfranchi haben wir den sogenannten Tramway Dome, ein vielversprechendes Areal am nördlichen Ende der Mineralisation, die weitere Vererzungsstränge beinhalten könnte. Und es existieren weitere mineralisierte Kanäle auf der südlichen Seite des Domes, die sich unserer Ansicht nach weiter in die Tiefe fortsetzen könnten. Es existieren also eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, die es uns erlauben unsere Reserven auszuweiten.


Rohstoff-Spiegel: Sind Sie an weiteren Projekten interessiert?

Panoramic Resources: Wir besitzen zwei weitere aussichtsreiche Projekte. Das Cowan Projekt liegt etwa 40km südlich von Lanfranchi und umfasst circa 500 km². Das Gebiet ist extrem unerforscht und zeigt Anzeichen für Nickel-Vorkommen. Wir konnten das Gebiet erst kürzlich für zwei Mio. AUD erwerben und sind von seinem Potential beeindruckt. In diesem Jahr werden wir dort weniger kostenintensive elektromagnetische Untersuchungen durchführen um Bohrziele zu identifizieren.

Das zweite Projekt ist unser Norrland Projekt in Schweden, das änliche Mineralisationsstrukturen und Explorationspotential wie Kimberley aufweist. Wir sind sehr angetan von der Aussicht auf eine Savannah-ähnliche Vererzung in Schweden. Wir werden 70% des Projekts innerhalb eines Joint Ventures mit einer privaten Firma erwerben. Wir sind beeindruckt von den Aussichten, der Gegend und von Schweden als einem Land, in dem man etwas vom Minengeschäft versteht.


Rohstoff-Spiegel: Panoramic Resources zahlte in den vergangenen beiden Jahren jeweils 0,12 AUD Dividende pro Aktie. Werden Sie auch in 2009 eine Dividende an Ihre Aktionäre ausschütten?

Panoramic Resources: Im aktuellen Monat schütteten wir einen australischen Cent pro Aktie für den Produktionszeitraum bis zum 31. Dezember 2008 aus, was eine vorsichtige Entscheidung war. Wir können momentan noch nicht abschätzen, wie hoch die Zahlung für den Herbst ausfallen wird, dies hängt allein von den Gewinnen aus unserem operativen Geschäft ab. Wir hoffen stark, dass die nächste Dividende höher ausfallen wird, als diejenige für das letzte halbe Jahr.


Rohstoff-Spiegel: Panoramic Resources sieht seine Beschäftigten als einen seiner wichtigsten Aktivposten an. Warum?

Panoramic Resources: Unsere Angestellten sind sehr mit dem Minenbusiness verwachsen und weisen hohe Erfahrungswerte und Fachkompetenz aus. Ich bin der Meinung, dass es sehr wichtig ist eine gute Vererzung mit guten, erfahrenen Leuten zusammenzubringen, um das Maximum herauszuholen. Eine gute Belegschaft bringt dich immer in eine gute Position während schlechter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Ohne gute Arbeiter kannst du nicht erfolgreich sein. Unsere Angestellten arbeiten hart und äusserst professionell und das hilft dabei, das Geschäft erfolgreich zu führen.


Rohstoff-Spiegel: Warum ist Panoramic Resources zu den aktuellen Marktbedingungen das beste Investment?

Panoramic Resources: Panoramic Resources bietet einen guten Hebel auf den Nickelpreis, welcher sich hoffentlich baldmöglichst wieder von seinem Low erholen wird. Unsere Produktionsaussichten für dieses Jahr sind sehr gut und werden in den nächsten Jahren noch besser sein. In den letzten 12 Monaten waren wir darüber hinaus in der Lage unsere Reservenbasis zu erhöhen und damit auch unsere Minenlaufzeiten. Ich bin sicher, dass der Markt dies erkennen wird und der Aktienkurs weiter steigen wird. Bei 0,70 AUD wurden wir auf Höhe unseres Cashbestandes gehandelt, was bedeutet, dass wir für unsere Projekte und Reserven keinen Gegenwert hatten.

Momentan sieht man allerdings eine Rückkehr der Investoren in Werte mit niedrigem Kreditvolumen und gutem Cashflow. Gerade das hat dazu geführt, dass unser Shareprice wieder in Richtung 1,50 AUD vorstieß und könnte weiter zu Kursen führen, die auch den Wert unserer Projekte wiederspiegeln. Die aktuelle Durchschnittserwartung der Analysten liegt bei 1,60 AUD pro Aktie. Es ist jedoch so, dass in den vergangenen paar Monaten etwa 25% der Nickelproduktion eingestellt wurde. Die Nachfrage ist zwar auch gesunken, jedoch gibt es Anzeichen für eine Belebung im vierten Quartal 2009 und ich denke dann werden wir auch wieder höhere Preise für Nickel sehen als aktuell.


Das Interview führte Tim Roedel am 6. April 2009.


© Rohstoff-Spiegel 2009
 
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