Whitehaven Coal Ltd.: 600 Mio. USD Kreditline gesichert
Der Kohleproduzent Whitehaven Coal gab heute bekannt, dass sich das Unternehmen eine neue 600 Millionen US-Dollar Kreditlinie sichern konnte: Link.Diese neue Kreditlinie hat eine Laufzeit von 4,5 Jahren und besteht aus einem Terminkredit über 475 Millionen US-Dollar und einer revolvierenden Kreditlinie über 125 Millionen US-Dollar. Dem Unternehmen wurden zusätzliche 150 Millionen US-Dollar von den Banken zugesagt, um die man die Kreditlinie noch aufstocken könnte.
Mit diesen neuen Kreditvereinbarungen wird die Liquidität verbessert, die Finanzierungkosten gesenkt, die Laufzeit der Verbindlichkeiten verlängert und die Flexibilität erhöht.
Die neue Fazilität wird zur teilweisen Rückzahlung des bestehenden Akquisitionsdarlehens in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar und zum Ersatz der bestehenden revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 100 Millionen US-Dollar verwendet.
Paul Flynn, Geschäftsführer und CEO von Whitehaven, erklärte: "Dank des gestärkten Kreditprofils von Whitehaven und der erfolgreichen Integration – sowie erster Verbesserungen – der metallurgischen Kohlebetriebe Daunia und Blackwater konzentrieren wir uns auf die Refinanzierung unserer Akquisitionskreditfazilität und den Aufbau einer Kapitalstruktur mit diversifizierteren, längerfristigen und kostengünstigeren Finanzierungsmöglichkeiten.
Die erfolgreiche Emission der neuen vorrangig besicherten Konsortialkreditfazilität mit einem Nominalzinssatz von rund 6% stärkt unsere Finanzierungsflexibilität, verlängert unsere Laufzeiten, senkt unsere Finanzierungskosten erheblich und verbessert unsere gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten. Die Unterstützung unserer Bankpartner spiegelt das Vertrauen in Whitehavens Finanzdisziplin, Cashflow und umsichtiges Kapitalmanagement wider.
Wir freuen uns darauf, die Refinanzierung des restlichen Teils unserer Akquisitionskreditfazilität abzuschließen und unsere übergeordneten Finanzierungsziele zu erreichen, einschließlich der Wertsteigerung für unsere Aktionäre."
Einschätzung:
Ende Dezember 2025 hatte Whitehaven eine Netto-Verschuldung von 700 Millionen AUD und Liquidität von 1,5 Milliarden AUD. Das Unternehmen ist also solide aufgestellt und durch die zuletzt guten Rating-Einstufungen konnte das Management nun die Kredite entsprechend zu besseren Konditionen abschließen.
Kohlepreise:
Die Aktien der Kohleproduzenten gaben in dieser Woche nach. Ob die Rücksetzer in der Stärke gerechtfertigt sind, stelle ich in Frage. Schauen wir uns kurz die Kohlepreise an. Der Preis für die metallurgische Kohle liegt aktuell um 229 USD je Tonne (ca. 322 AUD):

Whitehaven hat im Dezember-Quartal 75% des Durchschnittspreises für die Kohle erhalten, was dann umgerechnet 225 AUD je Tonne waren. Der Kohlepreis ist von rund 200 USD auf teilweise 250 USD gestiegen und dürfte im Mittel bei 225 – 230 USD gelegen haben. Somit dürfte Whitehaven im März-Quartal sicherlich 10% höhere Verkaufspreise für diesen Kohle-Typ erzielt haben.
Bei der Thermal-Kohle kam Whitehaven im Dezember-Quartal auf einen Verkaufspreis von 163 AUD, was ca. 110 USD waren. Der Preis zog im neuen Jahr von 110 USD auf bis zu 145 USD an. Ich denke konservativ geschätzt sind 15% bis 20% höhere Verkaufspreise (187 AUD bis 195 AUD) im März-Quartal anzunehmen:

Das März-Quartal sollte also gut werden und die Frage wird sein, wie lange sich die Preise dort oben halten können oder ob sie zurückfallen. Whitehaven hat bei den niedrigeren Kohlepreisen gutes Geld verdient und nun noch mehr. Ich denke, dass der Kohlemarkt in den nächsten Jahren in ein strukturelles Angebotsdefizit gehen wird und deshalb habe ich die beiden Kohleaktien letztes Jahr gekauft.
Dass es nun zu diesem Spike gekommen ist, war eher ein Zufall.
Ich bleibe also sowohl bei Whitehaven als auch bei YanCoal (ASX: YAL, A1JZHX) weiterhin dabei, da ich von der langfristigen Angebotsdefizit-Situation im Kohlesektor profitieren möchte. Auf diesem Weg werde ich weiterhin die Dividenden der beiden Unternehmen kassieren.
Chart Whitehaven Coal:

Chart YanCoal

© Hannes Huster
Quelle: Auszug aus dem Börsenbrief "Der Goldreport"
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