WTI Future in positiver saisonaler Phase

Die seit Ende Oktober bestehende mittelfristige Konsolidierungszone zwischen dem Bereich erhöhter Abgabebereitschaft um 61,50 und 62,40 und dem Bereich erhöhter Aufnahmebereitschaft um 56, erweitert um das neue Bewegungstief bei 54,89 wurde in den letzten Wochen dynamisch überschritten. Mit diesem Kaufsignal befindet sich der WTI Future wieder in einem mittelfristigen Aufwärtstrend.
Mittelfristiges technisches Bild bleibt positiv
Neben dem MACD Indikator hat auch der Stochastik-Indikator seine Signallinie von unten nach oben durchstoßen. Abgeleitet aus einer rein markttechnischen Sichtweise wurden damit mittelfristige Kaufsignal generiert. In der isolierten Betrachtung eines solchen Oszillators weisen Ein/Ausstiegssignale höhere Trefferquoten in Seitwärtsbewegungen auf als in starken Trendmärkten. In Kombination mit dem realen Kursgeschehen, wie z.B. ein Überschreiten einer eines wichtigen Widerstandsbereiches erhöht sich die analytische Bedeutung.
Die in der vergangenen Analyse angesprochene positive Divergenz im Stochastik-Indikator bestätigt eine Veränderung in dem bisherigen Verhaltensmuster der Investoren: Neue Tiefs konnten nicht zu weiteren Abverkäufen genutzt werden.

WTI Future vor starker saisonaler Phase
Aufgrund historischer Erfahrungswerte lassen sich für Aktien, Rohstoffe und Währungen statistische Durchschnittswerte berechnen. Betrachtet man den WTI Future im langfristigen saisonalen Vergleich, so lässt sich in den Wochen von Mitte Februar bis Anfang März ein steiler saisonaler Anstieg mit deutlicher Überrendite aus der Historie ableiten. Aus dieser reinen statistischen Zyklenanalyse ist demnach mit einer Reaktion der Bullen zu rechnen.
Fazit:
Aus der Sichtweise des langfristigen Monatschart bleibt das Chartbild aufgrund des mehrfachen Unterschreitens der seit 2022 bestehenden Seitwärtsbewegung noch eingetrübt.
Mit dem Bewegungstief vom 16. Dezember bei 54,89 hat der Bereich erhöhter Aufnahmebereitschaft, resultierend aus den Marktwendepunkten im April und im Oktober zum dritten Mal gehalten. Die Ausgangslage für eine tragfähige Bodenformation verbessert sich somit nochmals und eine langfristige Trendwende rückt in die Nähe des Möglichen. Für dieses positive Szenario darf der WTI Future nicht mehr unter das Dezembertief zurückfallen, was aktuell auch weniger erwartbar ist.
Aus der Sichtweise des mittelfristigen Wochencharts hat sich mit dem Überschreiten der seit Oktober bestehenden Seitwärtsbewegung und der Verbesserung des technischen Bilds ein neuer Aufwärtstrend ausgebildet. Dieser mittelfristige Aufwärtstrend trifft in Kürze auf die seit September 2023 bestehende langfristige Abwärtstrendlinie.
Kurse über dieser eingezeichneten Abwärtstrendlinie bei momentan etwa 67,40 verbessern die langfristige Ausgangslage. Als erstes Etappenziel wäre der nächsthöhere Widerstandsbereich zwischen 73 und 74,50 zu nennen. Bei Kursen darüber rückt das Quartalshoch aus dem Januar 2025 bei 78 bis 79 als nächster Bereich erhöhter Abgabebereitschaft in den Fokus der Investoren.
Im Zusammenhang mit der saisonal positiven Phase können sich die Bullen berechtigte Hoffnungen machen, dass die bestehende langfristige Abwärtstrendlinie in den nächsten Wochen „in Angriff“ genommen werden kann.
© Björn Heidkamp
www.kagels-trading.de



