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Marktbericht Edelmetalle: Böse Überraschung bei Gold und Silber?

29.10.2012  |  EMFIS
New York - (www.emfis.com) - Am Freitag haben Gold und Silber das dritte Wochenminus in Folge verzeichnet. Wie lange kann das noch so weitergehen?

Der Comex Gold Future für Dezember fiel am Freitag weniger als 0,1 Prozent auf 1.711,90 US-Dollar pro Unze. Im Wochenvergleich gab es einen Kursverlust von 0,7 Prozent. Der Silber-Future, der in demselben Monat ausläuft, korrigierte 0,1 Prozent auf 32,04 US-Dollar. Gegenüber der Vorwoche schloss der Kurs 0,2 Prozent schwächer.

Der Januar-Future für Platin schloss 1,5 Prozent leichter auf 1.546,00 US-Dollar, während der Dezember-Future für Palladium ein Minus von 1,5 Prozent auf 595,40 US-Dollar verzeichnete. Beide Weißmetalle haben damit in der vergangenen Woche mehr als 4,0 Prozent an Wert verloren.


Risikoinvestment?

Von den Anleger werden die Edelmetalle derzeit wie eine riskante Anlage behandelt. Dass das US-amerikanische BIP im dritten Quartal besser als erwartet ausgefallen ist, konnte demzufolge auch die Kurse stützen. Gegenwind gab es jedoch, weil die University of Michigan ihren Oktober-Index für das Konsumentenvertrauen nach unten korrigiert hat. Auch Südkoreas schlechtes BIP belastete den Edelmetallhandel.

Höchst interessant sind die CoT-Daten vom vergangenen Dienstag, die wie üblich erst mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht wurden. Bei Gold haben die Commercials ihre Short-Positionen synchron zu den fallenden Kursen abgebaut. Allerdings ist die Eindeckung mit Shorts immer noch hoch und liegt knapp unter dem Niveau vom Ende Februar, als die Kurse dramatisch eingebrochen waren und es in der Folge zu einem Salami-Crash kam.

Sehr ominös sind jedoch die Cot-Daten zu Silber. Dort scheint sich eine ganz böse Überraschung anzukündigen. Obwohl sich Silber in den vergangenen drei Wochen bereits deutlich verbilligt hat, sind die Short-Positionen der kommerziellen Marktteilnehmer kaum zurückgegangen und rangieren nach wie vor auf einem höheren Niveau als Ende Februar. Diese Diskrepanz ist erstaunlich und lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass Silber in den nächsten Wochen gravierend unter Druck geraten wird.


Kurzfristige Erholung?

Gold und Silber bemühen sich aktuell um eine Bodenbildung, doch sind unverändert sehr schwach. Vor allem der US-Dollar sollte jetzt beobachtet werden, da er kurz vor einem Ausbruch stehen könnte. Sollte der Euro-Wechselkurs auf Tagesschlussbasis unter 1,28 fallen, dürfte die Gemeinschaftswährung extrem unter Druck geraten, was wiederum die Edelmetallpreise belasten wird.

Gold könnte sich eventuell kurzfristig etwas erholen, Allerdings werden die Widerstände bei 1.720,00 US-Dollar (horizontaler Widerstand) und 1.731,61 US-Dollar (50-Tages-Linie) nur schwer zu überwinden sein. Nach unten hin wäre das nächste Ziel der Bereich, in dem die horizontale Unterstützung (1,680,00 US-Dollar) und die 200-Tages-Linie (aktuell: 1.663,03 US-Dollar) aufeinandertreffen.

Silber hat sich in den letzten Tagen bei 32,40 US-Dollar die Zähne ausgebissen. Sollte es das Weißmetall tatsächlich darüber schaffen, wären maximal Kurse bis zur 50-Tages-Linie bei etwa 33,00 US-Dollar drin. Das erste Kursziel ist auch weiterhin die 200-Tages-Linie bei 30,99 US-Dollar. Danach wären Kursverluste bis etwa 30,00 US-Dollar einzukalkulieren.
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