RTE Moskau - (www.emfis.com) - Da es in der Vergangenheit immer häufiger zu Beschwerden der Kunden des russischen Energie-Riesen Gazprom wegen zu hoher Gaspreise gekommen war, lenkte der Konzern nun teilweise ein und kam einigen europäischen Versorgern entgegen.
Angesichts der Tatsache, dass der Gaspreis in den letzten Jahren an den meisten Börsen dieser Welt deutlich gefallen ist (allein Henry-Hub-Gas hat sich seit Juli vergangenen Jahres in New York fast halbiert), räumte der russische Energie-Konzern diversen europäischen Versorgern Preisnachlässe ein. Zu den Unternehmen gehören der italienische Versorger Sinergie, der slowakische Konzern SPP, das österreichische Energie-Unternehmen Econgas sowie den französischen Energie-Gesellschaften Suez, Wingas undGDF. Zur Höhe der Preis-Reduzierung wurden keine Angaben gemacht.
Deutsche Verbraucher bleiben Melkkühe
Keine Rabatte erhielten jedoch die deutschen Energie-Konzerne E.on und RWE, die zu den Groß-Kunden der Russen gehören. Allerdings stellt dies keine bewusst anti-deutsche Aktion dar, denn vielmehr kann dies als Reaktion der russischen Gesellschaft auf eine Klage der Unternehmen gegen die zu hohen Gaspreise des Quasi-Monopolisten verstanden werden. Ebenfalls beteiligt an der Klage vor einem Stockholmer Gericht war der polnische Versorger PGNIG, dem auch keine Preissenkungen eingeräumt wurden.
Die Kopplung der Gaspreise an die Entwicklung der Notierungen des schwarzen Goldes, die Gazprom mit den meisten Kunden langfristig vereinbart hat, hat dazu geführt, dass die Abnehmer sehr viel mehr bezahlen mussten als Gas mit sofortiger Auslieferung an den Börsen kostete. Vor diesem Hintergrund ist es sehr erfreulich, dass die Russen – zumindest teilweise – etwas nachgegeben haben. Genug verdienen wird Gazprom auch bei leicht reduzierten Verkaufspreisen immer noch.
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