Zucker nach 28-Jahreshoch mit Überhitzungsanzeichen
Der Zucker Future notiert seit dem Sprung über das Jahreshoch 2006 (19,73 USc) vor einer guten Woche wieder auf einem Niveau, das zuletzt im ersten Quartal 1981 bezahlt wurde (Jahreshoch 1981 bei 33,85 USc, Jahreshoch 1980 bei 44,80 USc, Jahreshoch 1974 bei 65 USc). Beschneidet man den linear skalierten Chart um den unteren Spike des Jahreswechsels 2003/2004, so trifft die Parallele der verbundenen Zwischentiefs perfekt auf das kurzfristige Top bei 23,33 USc. Sollte dieses Niveau trotz eines exponentiell steigenden Kursverlaufs kurzfristig erneut übertroffen werden, so liegt die nächste größere Hürde erst zwischen 28,00 USc und 28,50 USc.
Sowohl der gebildete Trendkanal als auch die vergleichbaren Proportionen zur Hausse 2005/2006 sprechen jedoch eher für eine Konsolidierungsphase mit dem ersten Ziel bei knapp 20 USc (Pull Back an das letzte Zwischenhoch) und einer nachfolgenden Unterstützung bei 16 USc.

Indikatorenseitig zieht der weekly MACD zwar bullish aufwärts, hat aber fast wieder den Höchststand aus 2006 erreicht und die Oszillatoren glühen in der Überhitzungszone. Die Abstände zum oberen Bollinger Band und den gleitenden Durchschnitten markierten im Wochenverlauf neue historische Höchststände oder standen nur knapp darunter und erschweren damit zusätzlich weitere Gewinne.
Fazit: Sowohl die Überhitzungen als auch die Proportionen der jüngsten Rallye haben sich eine Verschnaufpause verdient, ohne gleich das mittelfristig freundliche Bild zu gefährden. Da hier jedoch alle Bedingungen für einen Squeeze vorliegen, sollten Shorts in jedem Fall mit Stops jenseits der 25 USc unterlegt werden, um nicht das Opfer eines irrationalen Spikes zu werden.
© Manfred Wolter
Commodity Analyst
Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
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