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Charttechnik: Gold - Gegenbewegung wird möglich

12.08.2008 | 8:00 Uhr | Christian Kämmerer

Zur Einleitung möchte ich heute die Goldanalyse vom 28. Juli in Erinnerung rufen. Es bleibt rückblickend festzuhalten, dass sich mit der Rückkehr in den Rangebereich die damalige Lage ohnehin bereits unfreundlich gestaltete. Mit der nun laufenden Bewegung zu Wochenbeginn und Preisen bereits weit unter 900 Dollar verließ der Goldpreis auch noch den ca. 6-monatigen Rangebereich nach unten und alles deutet vorerst auf weiter nachgebende Preise hin. Wenn da nicht die beginnende saisonale Stärkephase inklusive zunehmender und zahlreicher Untergangsprognosen (Kontraindikation) zu den Edelmetallmärkten wie auch zu den Goldminenbetreibern etc. wäre. Zudem nehmen die letzten Tageskerzen den Charakter eines Sell-Off-artigen Marktverhaltens an. Und auch wenn kurzfristig weitere Überraschungen nach unten inklusive hoher Volatilität nicht gänzlich ausgeschlossen werden können, so bleibt nach einer Korrektur von derzeit mehr als 20% seit dem Allzeithoch das weitere Abwärtspotenzial durchaus beschränkt. Oder beginnt nun tatsächlich die dauerhafte Renaissance des US-Dollars und werden infolge dessen die geopolitischen/-fiskalischen Gegebenheiten völlig ausgeblendet?


Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Fazit:

Renaissance hin oder her, nach nunmehr vier abgelaufenen Verlustwochen beim Goldpreis inklusive zahlreicher Trendbrüche kann die Lage fast nicht mehr schlimmer werden. Im Zuge der Trendbrüche wurden zahlreiche Stopps ausgelöst und somit beschleunigte sich die Abwärtsbewegung zusehends. Wo liegen also die nächsten Haltestellen? Die ersten finden sich bereits auf dem aktuell erreichten Niveau zwischen 805 und 815 Dollar. Auf diesem Preislevel besteht die Chance auf eine nachhaltige Stabilisierung. Schlimmstenfalls rutscht der Goldpreis direkt weiter bis ca. 770 Dollar und findet aus derzeitiger Betrachtung spätestens auf diesem Preislevel den Tiefpunkt des derzeitigen Abverkaufs. Noch tiefere Goldpreisstände erscheinen aus aktueller charttechnischer Sichtweise eher ausgeschlossen.



Quelle Charts: Tradesignal Web Edition


Long Szenario:

Gold kann per Tageschlusspreis das Preislevel von 805/815 Dollar behaupten und rutscht nicht nachhaltig unter die runde 800-Dollar-Marke. Eine überfällige Gegenbewegung beginnt und sollte zunächst bis in den Bereich 850/860 Dollar führen. Angekommen bei dem Kreuzwiderstand um 860 Dollar entscheidet sich das weitere mittelfristige Geschehen. Bei Bruch dieses Kreuzwiderstandes ist eine Folgeerholung/Gegenbewegung bis rund 935 Dollar zu erwarten.


Short Szenario:

Mitsamt sämtlichen Trendfolgindikatoren baut Gold seine Verluste weiter aus und beschließt mit dem Bruch der runden 800-Dollar-Marke einen weiteren Lauf bis zunächst ca. 770 Dollar. Da auch diese Haltezone nicht zur Stabilisierung ausreicht ist mit dem Bruch dieser Preismarke ein starker Folgeabverkauf bis zunächst rund 700 Dollar das wahrscheinlichste Szenario. Die Annahme mittelfristiger Goldpreise von über 1.000 Dollar rückt damit vorerst in die Ferne.


© Christian Kämmerer


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