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Eloro Resources Ltd. mit großem Ressourcenpotenzial - Interview mit Tom Larsen

22.04.2011 | 8:02 Uhr | Rohstoff-Spiegel

Gold erklimmt immer neue Hochs. Schuldenkrisen und milliardenschwere Wiederaufbauprogramme geben dem gelben Metall immer neuen Schub. Da ist es gut, wenn man ein paar Unzen davon zur Absicherung im Keller liegen hat. Große Gewinne beschert physisches Gold jedoch nicht. Da wäre es notwendig, auch ein paar aussichtsreiche Gold-Aktien zu besitzen. Ein sehr aussichtsreicher Gold-Wert ist Eloro Resources. Wir sprachen mit Eloros Director Tom Larsen, was gerade sein Unternehmen so interessant für Gold-Anleger macht.


Rohstoff-Spiegel: Tom, was hat sich seit unserem ersten Treffen vor etwa einem Jahr bei Eloro getan?

Brad Cooke: Erst vor Kurzem konnten wir die 100%ige Übernahme unseres Flaggschiffprojekts Simkar vermelden. Wir sind aktuell mit Bohrarbeiten beschäftigt. Das derzeitige Bohrprogramm umfasst etwa 10.000 Meter und soll dazu beitragen baldmöglichst eine inferred Ressource auf Simkar nachzuweisen. Das Projekt befindet sich nur 15 Kilometer von Val d’Or entfernt und kann deshalb auf eine sehr gute Infrastruktur zurückgreifen. Die Kosten zur Wiederherstellung und Expandierung einer Untertage-Mine betragen etwa 15 bis 20 Millionen CAD. Dies beinhaltet Schächte, Stollen, Arbeitsstationen.



Nach Fertigstellung unseres Bohrprogramms aus dem vergangenen Mai entschieden wir uns – neben den 50%, die wir bereits hatten - das Projekt komplett zu kaufen. Dazu wurden 70 Millionen Aktien an den alten Besitzer Megastar ausgegeben. Aktuell haben wir nun etwa 150 Millionen außenstehende Aktien, was uns zum derzeitigen Kurs eine Marktkapitalisierung von lediglich 12 Millionen CAD beschert. Das SimkarProjekt war zwar schon einmal in Produktion, stellt für uns jedoch noch ein Early-Stage-Projekt dar. Deshalb wurden nun im Dezember 2,5 Millionen CAD an frischem Kapital generiert, um das Vorhandensein einer signifikanten Ressource bestimmen zu können.

Aktuell haben wir zwei Bohrgeräte im Einsatz und werden in den kommenden vier Wochen ein drittes Bohrgerät hinzubekommen. Wir sind uns sicher, dass wir eine ähnlich strukturierte Lagerstätte wie die der benachbarten Sigma-Lamaque Gold-Mine, die bis dato acht Millionen Unzen Gold förderte, besitzen. Ich rechne damit, dass der Markt bis zur Veröffentlichung erster Ergebnisse noch ruhig bleiben wird. Da wir - im Gegensatz zu früheren Bohrkampagnen – jetzt auch etwas tiefer bohren, denken wir, dass wir neben der historischen Ressource noch einige weitere Unzen werden nachweisen können.


Rohstoff-Spiegel: Planen Sie von der Oberfläche aus zu bohren oder auch aus den bereits vorhandenen Stollen heraus?

Brad Cooke: Wir haben und werden von der Oberfläche aus bohren. Wir haben in den vergangenen sechs Wochen bereits 4.000 Bohrmeter gesetzt. Die Ergebnisse aus den ersten 5.000 von insgesamt 10.000 Bohrmetern werden in den kommenden Wochen veröffentlicht. Währenddessen werden wir die nächsten 5.000 Meter bohren und nach Erhalt der ersten Ergebnisse mit einem weiteren, 10.000 Meter umfassenden Bohrprogramm, fortfahren.

Es ist in der aktuellen Situation noch zu früh, bereits unter Tage zu gehen. Wichtig ist es zunächst einmal, eine Basis-Ressource von 500.000 Unzen Gold nachzuweisen. Diese Ressourcenbasis sollte sich natürlich möglichst nah an den vorhandenen, unterirdischen Anlagen befinden, sodass wir danach dann auch in den Untergrund gehen können. Der erste Schritt ist also eine inferred Ressource von 500.000 Unzen, die uns möglichst eine konservative Marktkapitalisierung von 75 Millionen CAD verschaffen sollte.


Rohstoff-Spiegel: Bis in welche Tiefen werden Sie bohren?

Brad Cooke: Wir bohren aktuell bis in unterschiedliche Tiefen. Unsere Standardbohrungen gehen bis in eine Tiefe von etwa 300 Metern. Darüber hinaus haben wir einige Bohrungen, die bis zu 700 Meter in die Tiefe gehen. Letztere vor allem im Bereich der neu entdeckten “South Zone“, die sich südlich des bestehenden Minenschachts befindet. Diese Zone wurde im vergangenen Mai neu entdeckt und lieferte einige sehr gute Bohrresultate. Wir haben dort ein weiteres Loch bis in eine Tiefe von 700 Metern gebohrt und werden weitere Infill-Bohrungen setzen, sofern wir weitere gute Resultate erhalten. Dabei soll besonders der Bereich zwischen 300 und 700 Metern auf eine komplett neue Lagerstätte getestet werden.


Rohstoff-Spiegel: Wie gestaltet sich die Infrastruktur auf Ihrem Simkar Projekt?

Brad Cooke: Auf dem Projektgelände steht eine Schachtanlage mit einem dazugehörigen Schacht und einigen hundert Metern Stollengängen. Außerdem ist das Projekt sehr gut mittels Asphaltstraßen zu erreichen. Das benötigte Mining-Equipment wird in eine Feasibility Studie eingerechnet.

Wir rechnen dabei mit 15 bis 20 Millionen CAD, um das Projekt wieder in Produktion zu bringen. Ein großer Vorteil, den wir mit Simkar haben, ist das sehr nahe Vorhandensein von zwei Verarbeitungsanlagen, die wir zur Verarbeitung unseres Gesteins nutzen könnten, da beide noch genügend freie Kapazitäten besitzen. Gerade das ist es, was Simkar so interessant macht. Wir haben dort eine existierende Infrastruktur – sowohl über Tage, als auch unter Tage, genügend Verarbeitungskapazitäten sind in der Nähe vorhanden und das eigentliche Mining-Equipment ist für einen überschaubaren Betrag zu erhalten.



[pagebreak]Rohstoff-Spiegel: Welche freie Kapazität besitzen diese beiden Verarbeitungsanlagen?

Brad Cooke: Diese besitzen genügend Kapazität für unsere Belange. Wenn wir mit 500 Tonnen pro Tag anfangen wollten, dann könnten wir das ohne Probleme machen. Beide haben mindestens 1.500 Tonnen an täglicher Verarbeitungskapazität, wenn nicht sogar noch mehr. Darüber hinaus können deren Circuits sehr schnell noch ausgebaut werden. Val d’Or ist einer der am besten ausgebauten Bergbaustandorte in Kanada. Dort freie Verarbeitungskapazität zu finden ist kein Problem. Das einzig Wichtige ist, einen guten Deal für die freien Kapazitäten auszuhandeln. Man benötigt da ein feines Gespür und ein gutes Verhältnis zum jeweiligen Eigner der Anlage.



Rohstoff-Spiegel: Nehmen wir einmal an, Sie könnten innerhalb der nächsten sechs Monate eine entsprechende Ressource nachweisen. Wie lange würde es dauern, Simkar wieder in Produktion zu bringen?

Brad Cooke: Ungefähr 18 Monate. Es gibt dabei keine Probleme umwelttechnischer oder sonstiger Art. Es geht dabei nur darum, das notwendige Startkapital zusammen zu bekommen. Ich würde dabei gerne einen Partner mit ins Boot holen, eventuell sogar einen der beiden Eigner der angesprochenen Verarbeitungsanlagen. Man sollte für das richtige Projekt immer auch einen geeigneten Partner finden, um ein Projekt erfolgreich vorantreiben zu können. Bei Eloro ist es so, dass wir über eine sehr starke technische Abteilung verfügen, die in der Region um Val d’Or schon sehr viele Jahre lebt und arbeitet.

Martin Bourgoin war früher Minenmanager auf Simkar und ist mit dem Projekt deshalb sehr vertraut. Er war auch in der Sigma-Lamaque-Mine tätig und weiß deshalb, dass die Erzkörper sehr ähnlich sind. Dabei handelt es sich um horizontal verlaufende, meist 3 bis 4 Meter mächtige Erzkörper, mit durchschnittlichen Graden von 8 Gramm Gold pro Tonne Gestein. Es gibt in der Region einige Produzenten, die ihre niedriggradigen Vorkommen gerne mit höhergradigem Gestein mischen und aus wirtschaftlichen Gründen gemeinsam verarbeiten würden.


Solche Produzenten, wie etwa Osisko oder Agnico-Eagle würden bei einer derartigen Ressource von sagen wir mehr als einer Million Unzen sicherlich nicht zweimal überlegen, wenn es darum geht, sich eine hochgradige Ressource zu sichern, mit Hilfe derer man seine niedriggradigen OpenPit-Vorkommen mischen könnte. Ziel muss es also sein, sich bei einer Marktkapitalisierung von sagen wir 120 bis 150 Millionen CAD übernehmen zu lassen.


Rohstoff-Spiegel: Gibt es aktuell Pläne für Ihre weiteren Projekte?

Brad Cooke: Wir warten auf eine Produktionsentscheidung von Goldcorp für deren Eleonore-Projekt. Erst dann werden unsere Projekte in der Region James Bay so richtig interessant. Wir sind dort zwar in der absolut richtigen Gegend, allerdings sind die Kosten für Exploration und Projektentwicklung sehr hoch. Gerade auch deshalb haben wir uns das Simkar-Projekt in der Nähe von Val d’Or gesichert, da es sich dort um eine etablierte Bergbauregion mit exzellenter Infrastruktur handelt. Sobald Goldcorp eine positive Produktionsentscheidung für sein Projekt fällt, werden auch wir eine Entscheidung über Explorationstätigkeiten auf unseren nördlichen Projekten fällen.


Rohstoff-Spiegel: Was macht Eloro Resources gerade jetzt zu einem guten Investment?

Brad Cooke: Wir konnten in der letzten Zeit feststellen, dass einige Institutionen in Eloro eingestiegen sind - dies vor allem wegen des weiter steigenden Goldpreises. Ich denke, dass diese Entscheidung so schlecht nicht sein wird, denn sobald wir erste Resultate aus unserem aktuellen Bohrprogramm erhalten werden, dürfte sich auch unser Shareprice wieder bewegen. Wir besitzen nun 100% an Simkar, ohne Royalty-Verpflichtungen und ich denke, dass wir das Projekt rasch fortentwickeln können.

Dieses Interview wurde im Rohstoff-Spiegel 08/2011 veröffentlicht.


© Rohstoff-Spiegel


Unternehmen dieses Artikels: Eloro Resources Ltd.,
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