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Brent auf 2-Jahreshoch!

29.09.2017 | 14:42 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Performance und Indizes

Die Rohstoffpreise haben ihre Verschnaufpause auch in der letzten Woche fortgesetzt. Der Bloomberg Commodity Index (Spot) notiert weiterhin im Bereich von 340 Punkten.



Marktkommentar: Öl-Hausse ohne Ende?

Der Ölpreis hat seinen Aufwärtstrend auch in den letzten Tagen fortgesetzt. Der nächstfällige Future ist bei Brent von unter 45 USD Mitte Juni bis auf über 59 USD im Laufe dieser Woche gestiegen. Der jüngste Anstieg ist vor allem durch das Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak zu erklären, das am Montag stattfand. Die Türkei dürfte einen eigenständigen Kurdenstaat wohl kaum anerkennen und drohte bereits mit einer Militärintervention. Zudem könnten die Öl-Exporte blockiert werden.

Die Exporte des Nordirak, die über eine Pipeline durch die Türkei laufen, liegen aktuell bei 500.000-600.000 bpd. Auch aus fundamentaler Sicht gab es zuletzt Rückenwind für den Ölpreis. Vor allem die starke weltweite Konjunkturlage führte zu einer stärker als erwarteten Ölnachfrage im laufenden Jahr. Zuletzt hatte die IEA ihre Prognose für das Wachstum der Ölnachfrage im laufenden Jahr von 1,6 auf 1,7 mbpd nach oben revidiert. Zudem scheint die Kartelldisziplin bei der OPEC weiterhin relativ hoch zu sein.



Während die Förderkürzungen der OPEC und der beteiligten Nicht-OPEC-Staaten im Juli noch bei 94% lagen, wurden die Quoten im August mit 116% sogar übererfüllt. Und schließlich scheint es nicht unwahrscheinlich, dass die OPEC auf dem nächsten Meeting Ende November eine Verlängerung der Förderbeschränkungen beschließt. Bislang gelten die Beschränkungen bis Ende des ersten Quartals 2018 - eine Verlängerung bis Ende des ersten Halbjahres 2018 ist durchaus möglich.

Dennoch könnte auch der Öl-Rallye zunächst einmal die Luft ausgehen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die US-Fracking-Industrie bei steigenden Ölpreisen relativ schnell die Förderung ausweitet. Auch jetzt zeigte sich die US-Förderung nach dem zeitweisen Ausfällen durch Hurrikan Harvey schnell erholt. Mit 9,55 mbpd übertraf der US-Output zuletzt sogar bereits das vor dem Hurrikan erreichte Niveau. Auch der unverändert hohe Abschlag zwischen Brent und WTI (ca. 6 USD) sollte den Brent-Preis tendenziell eher drücken. WTI-Exporte werden damit lukrativ – und immerhin erreichten die US-Öl-Exporte letzte Woche mit knapp 1,5 mbpd bereits ein neues Rekordniveau.



© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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