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Goldpreis knackt die Marke von 1.300 USD

01.09.2017 | 11:44 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Performance und Indizes

Die Rohstoffpreise haben sich zuletzt weiterhin auf relativ hohem Niveau gehalten. Der Bloomberg Commodity Index (Spot) notiert bereits seit Anfang Juli in einem recht engen Band um die Marke von 330 Punkten. In der Tendenz gab es jedoch in den letzten Tagen durchaus gegenläufige Bewegungen. So gab der Ölpreis deutlich nach, während beispielsweise Heizöl und Benzin anzogen.

Hurrikan Harvey hat dafür gesorgt, dass in den USA Raffinerie-Kapazitäten in Höhe von rund 4,4 mbpd (knapp 25% der gesamten US-Kapazität) ausgefallen sind. Heizöl und Benzin drohen damit, langsam knapp zu werden. Auf der anderen Seite sinkt vorübergehend auch die Nachfrage der Raffinerien nach Rohöl, da dieses momentan nur in reduziertem Umfang verarbeitet werden kann.



Marktkommentar: Aller guten Dinge sind drei

Auch für Gold ging es zuletzt nach oben. Nachdem der Goldpreis in diesem Jahr im April und im Juni bereits zwei Mal den Versuch unternommen hat, die Marke von 1.300 USD zu überwinden, hat es beim dritten Mal geklappt. Dabei gab es von zwei Seiten Rückenwind für das Edelmetall. Zum einen brachte der neuerliche Raketentest Nordkoreas das politische Risiko wieder zurück auf die Agenda.

Entsprechend deckten sich die Anleger mit Gold ein, so dass die Nachfrage nach dem Edelmetall wieder anstieg. Abzulesen ist dies an den physischen Gold-Beständen der ETFs. Diese nahmen zunächst seit Anfang Juli ab. Anfang August wurde dieser Trend dann gestoppt und seitdem nahmen die Bestände wieder um rund 40 Tonnen zu.

Daneben wurde der Goldpreis auch vom schwachen US-Dollar unterstützt. Eine schwächere US-Währung kann tendenziell eine höhere Gold-Nachfrage aus anderen Währungsgebieten nach sich ziehen. Vor allem seit Anfang Juli war der Gleichlauf zwischen Dollarschwäche und dem Anstieg des Goldpreises sehr stark (siehe Chart).



Rein technisch ist mit dem Überwinden des bisherigen Jahreshochs der weitere Weg nach oben vorerst frei. Aus fundamentaler Sicht ist jedoch weiterhin Vorsicht angebracht. So dürfte sich die ausgeprägte Dollar-Schwäche in den nächsten Wochen vermutlich nicht so stürmisch fortsetzen.

Mit verbesserten US-Wirtschaftsdaten wird auch die Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen wieder steigen, was den Greenback tendenziell stärken sollte. Daneben dürfte sich insbesondere die Nachfrage aus Indien nach der Steuererhöhung zum 1. Juli vorerst noch verhalten entwickeln.



© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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