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Silber auf 15-Monatstief

14.07.2017 | 11:31 Uhr | Schallenberger, Frank, LBBW
Performance und Indizes

Die Rohstoffpreise haben ihre Erholung zuletzt weiter fortgesetzt. Vom Jahrestief, das in der vorletzten Juni-Woche markiert wurde, zogen die Preise (gemessen am Bloomberg Commodity Spot Index) in der Spitze um rund 5% an. Die Ölpreise wurden gestützt durch einen überraschend hohen Lagerabbau in den USA.

Die EIA meldete ein Minus bei den Lagerbeständen von 7,6 Mio. Barrel und damit den höchsten Wert seit September 2016. Die Edelmetalle profitierten dagegen vor allem von den jüngsten geldpolitisch eher zahmen Aussagen der US-Notenbankchefin. Und die Basismetalle bekamen Rückenwind durch solide Konjunkturdaten aus China.



Marktkommentar: Silberpreis im Keller!

Auch Silber konnte sich nach den jüngsten Aussagen der Fed-Chefin von seinen Tiefstständen wieder leicht lösen. Vor allem die Aussicht auf steigende US-Zinsen hatte zuvor den Preis gedrückt. Zudem ging im vergangenen Jahr auch die Nachfrage von Seiten der Industrie und der Schmuckbranche zurück. Dennoch: So schlecht, wie es der niedrige Preis momentan ausdrückt, sind die Perspektiven für Silber gar nicht.

So ist z.B. die Minenproduktion im letzten Jahr wegen niedriger Investitionen in die Exploration zum ersten Mal seit 2002 gegenüber dem Vorjahr gefallen. Das Recyclingvolumen von Silber, das immerhin rund 1/7 des Gesamtangebots ausmacht, fiel vor dem Hintergrund des niedrigen Preisniveaus auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren.

Die industrielle Nachfrage dürfte im laufenden Jahr aufgrund der sehr soliden weltweiten Konjunkturperspektiven höher als bislang erwartet ausfallen. Die Bestände von physisch hinterlegten Silber-ETFs legen wieder deutlich zu und sind seit Ende April bereits um über 5% angestiegen.



Und schließlich dürfte sich im wichtigen Nachfrageland Indien durch Steuererhöhungen und eine Bargeldreform im letzten Jahr ein Nachfragestau aufgebaut haben, der sich durchaus in den nächsten Monaten wieder auflösen könnte. Immerhin fielen die Silberimporte des Subkontinents 2016 um rund 65% gegenüber dem Vorjahr.

Für antizyklisch agierende Investoren könnte dies ein interessanter Zeitpunkt sein, sich mit dem Edelmetall näher zu beschäftigen. Preisbelastende Nachrichten sollten in der niedrigen Notierung schon mehr als berücksichtigt sein. Die sich abzeichnende steigende Nachfrage von Seiten der Industrie und der Investoren könnte den Silberpreis in den nächsten 12 Monaten durchaus wieder bis auf 19 US-Dollar klettern lassen.



© Dr. Frank Schallenberger
Commodity Analyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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