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OPEC unterstützt US-Schieferöl - Spekulanten auf dem Rückzug

08.05.2017 | 6:00 Uhr | Klumpp, Frank, LBBW
Ölpreis unter Druck

Der Druck auf die Ölpreise hielt zuletzt an. Am Dienstag dieser Woche durchbrach der nächstfällige Brent-Future dynamisch die 200-Tage-Linie und erreichte auf Schlusskursbasis den niedrigsten Stand des Jahres. Gestern durchbrach der Juli-Future auch die 50-USD-Marke. Damit hat sich das technische Bild verschlechtert, auch weil die Erholungsrallye bis Mitte April keine neuen Hochpunkte brachte.

Das bärische Sentiment an den Ölmärkten zeigt sich auch daran, dass die Preise im März/April nicht mehr auf positive Nachrichten hinsichtlich der Einhaltung der Förderkürzungen reagieren, am Dienstag aber umso heftiger auf eine leichte Enttäuschung: Reuters-Daten zufolge hat die OPEC im April auf aggregierter Basis die vereinbarte Förderkürzung zu 90% erfüllt - und die März-Daten wurden von 95% auf 92% reduziert. Dies sind weiterhin hohe Erfüllungsquoten, aber eben geringere als erwartet.



US-Produktion und Verbrauch "bärisch"

Die OPEC nimmt also genügend Angebot vom Markt, und dennoch sind die Lager für Öl- und Ölprodukte in den USA üppig gefüllt. Die wöchentlichen EIA-Daten zeigten am Mittwoch einen geringeren Abbau an Rohöllagerbeständen als erwartet, was erneut Druck auf die Ölpreise brachte.

Das Datenpaket per Ende April beinhaltete zwei weitere "bärische" Puzzleteile: Zum einen legte die wöchentliche Ölförderung um 28 tbpd auf 9,29 mbpd zu. Sie wächst damit seit Mitte 2016 so stark wie zu früheren Boomzeiten. Außerdem ging der Benzinverbrauch im Jahresvergleich um 2,7% zurück, was Sorgen um die Nachfrage im Land mit dem größten täglichen Ölverbrauch nährte.



Spekulative Marktteilnehmer verkaufen

Die oben skizzierte Stimmungsänderung an den Ölmärkten zeigt sich auch an den CFTC-Daten zu den spekulativ orientierten Marktteilnehmern. In der Woche bis zum 25.04. gingen die aggregierten Long-Positionen um 139.000 Kontrakte zurück. Trotz ebenfalls erhöhter Short-Positionen ist ist der spekulative Bias weiter auf der Longseite, die für weitere Positionsbereinigungen (wegen Gewinnmitnahmen und Verlustminimierung) anfällig ist.

Bis zum OPEC-Meeting am 25. Mai dürfte die Volatilität hoch bleiben. Eine Verlängerung dürfte jedoch bereits eingepreist sein. Die Tücke wird im Detail liegen: Werden sich die Non-OPEC Staaten erneut beteiligen? Und wird das Volumen ggf. sogar etwas erhöht, um ein klares Signal zu senden?



© Frank Klumpp, CFA
Commodity Research

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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