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Basismetalle: Blauer Himmel über China

13.03.2017 | 6:00 Uhr | Wittmann, Achim, LBBW
"Wir werden unseren Himmel wieder blau machen". Mit dieser Ankündigung bekräftigte Chinas Premierminister Li Keqiang im Rahmen des diesjährigen Nationalen Volkskongresses seine Absicht, dem Problem der Luftverschmutzung in einigen Provinzen Chinas entgegen zu treten. Dazu soll der Schadstoffausstoß in der Grundstoffindustrie deutlich zurückgeführt werden.



Im Blick hat die chinesische Staatsführung dabei insbesondere die Kohle-, Stahl- und Aluminiumproduktion, die gleichzeitig von zum Teil massiven Kapazitätsüberhängen betroffen sind. Wir hatten auf die möglichen Auswirkungen einer in diesem Zusammenhang diskutierten Stilllegung von Aluminiumkapazitäten über die Wintermonate bereits berichtet, die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung jedoch bislang für eher niedrig erachtet.

Nachdem sich dem ursprünglich aus dem chinesischen Ministerium für Umweltschutz kommenden Vorschlag zwischenzeitlich auch andere wichtige Ministerien angeschlossen haben, folgte jedoch nun die offizielle Anordnung der chinesischen Staatsführung an die Produzenten, die geplanten Maßnahmen umzusetzen. So sollen in den betroffenen Provinzen Henan, Shandong, Shanxi und Hebei die Aluminiumkapazitäten in den Wintermonaten 2017/18 um 30% reduziert werden.



Die vier Provinzen stehen zusammen für Kapazitäten von rund 11 Mio. Tonnen Aluminium pro Jahr. Legt man einen Zeitraum von vier Monaten zugrunde, entspräche die geplante Kapazitätsreduzierung einer Produktionsmenge von 1,1 Mio. Tonnen oder rund 3,5% des jährlichen Angebotes aus China bzw. 1,9% des globalen Angebotes. Auch wenn nach wie vor Zweifel an der operativen Umsetzung der Vorhaben bestehen, sind diese durch die staatlichen Anordnungen nun deutlich wahrscheinlicher geworden.

Der Markt scheint eine merkliche Verschiebung der Angebots-, Nachfragerelationen auf dem Aluminiummarkt schon vorwegzunehmen. So sind die Notierungen des Leichtmetalls in diesem Jahr bereits um 8,9% gestiegen, während der LME-Index um 5,3% zulegte. Weitere positive Impulse dürften die heute bekanntgegebenen Zahlen vom chinesischen Automarkt liefern.



So ist dieser nach Angaben des Hersteller-Verbandes CAAM trotz reduzierter Steuervorteile in den ersten beiden Monaten um rund 9% gewachsen. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband allerdings, dass sich das Absatzwachstum auf 5% nach 13,7% im vergangenen Jahr verlangsamt. Die Aluminiumpreise dürften unserer Einschätzung nach das mittlerweile erreichte Niveau nicht halten können.


© Achim Wittmann
Investmentanalyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur zu Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater.
 
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