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Energie. Wie lange halten die Spekulanten still?

06.03.2017 | 6:00 Uhr | Klumpp, Frank, LBBW
Ölpreise weiter seitwärts

Die Ölpreise schwanken weiterhin in einem sehr engen Band seitwärts - dies trotz weiterhin guter Nachrichten von Seiten der OPEC. Das Kartell hat sich offenbar auch im Februar weitgehend an seine vereinbarte Kürzung gehalten. Nach einer Umfrage von Reuters dürfte die Erfüllungsquote bei 94% gelegen haben - deutlich mehr, als vielfach nach der Bekanntgabe der Beschlüsse für möglich gehalten wurde.

Selbst Irak hat seine "Compliance Rate" verbessert. Dass der Ölpreis dennoch kaum vom Fleck kommt, dürfte an zwei Faktoren liegen: (1) Die spekulativen Käufer von Terminkontrakten sind weitestgehend investiert (2) Das Comeback von Schieferöl in den USA läuft auf vollen Touren.



Shale Comeback

Am Mittwoch kamen die Ölpreise etwas unter Druck, nachdem die landesweiten US-Lagerbestände im Wochenvergleich um 1,5 Mio. Barrel angestiegen waren. Die ebenfalls in diesem Kontext publizierten Daten zur Ölförderung belegen einmal mehr das Comeback der US-Schieferölindustrie. Die heimische Produktion legte um 31.000 Barrel pro Tag zu. Zu Wochenbeginn sorgte ein Report des norwegischen Analysehauses Rystad Energy zu diesem Thema für Aufsehen.

Demnach sank der Break-Even für nordamerikanische Schieferölprojekte im letzten Jahr auf durchschnittlich 35 US-Dollar je Barrel. Dies erklärt auch den Optimismus von Rystad hinsichtlich der Ölförderung, die eine Rückkehr zu den Wachstumsraten aus den Boomzeiten für möglich halten und inzwischen für 2017 ein jährliches Plus von 900.000 Barrel pro Tag prognostizieren.



Rekordhohe Long-Spekulationen

Wir hatten an dieser Stelle immer wieder argumentiert, die rekordhohen Longpositionen spekulativer Investoren (vgl. Grafik 3) seien nicht per se negativ zu interpretieren. Solange kein Grund dafür besteht, dürfte diese Gruppe ihre Positionierung, die zumeist keine Schieflagen aufweisen, sondern in der Gewinnzone notieren dürften, nicht auflösen.

Es dürfte jedoch nur eine Frage der Zeit sein, bis die "First Mover" ihre Haltung wieder überdenken und Gewinne mitnehmen. Sobald in einer solchen Phase die ersten Short-Seller (derzeit auf Rekordtief, vgl. Grafik 4) wieder Mut fassen, kommt am kurzen Ende der Terminkurve wieder Druck auf.



© Frank Klumpp, CFA
Commodity Research

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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