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Freeport verhandelt um neue Exportlizenz

13.02.2017 | 6:00 Uhr | Wittmann, Achim, LBBW
Streik in Chiles größter Kupfermine

Nachdem die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und dem Betreiber BHP Billiton über Löhne und Zusatzleistungen gescheitert sind, sind die Minenarbeiter der weltweit größten Kupfermine Escondida in Chile in den Streik getreten. Während des Streiks wird die Kupferproduktion nach Angaben von BHP vollständig ausgesetzt. Auf Basis der von BHP geplanten Produktionsmenge in diesem Jahr entspräche ein wöchentlicher Ausfall in der Mine rund 20 Tsd. Tonnen Kupfer.

In der Vergangenheit dauerten Streiks in chilenischen Minen zehn bis vierzehn Tage, so dass mit Ausfällen von bis zu 40 Tsd. Tonnen gerechnet werden muss. Hinzu kommt noch der geringere Ausstoß, wenn die Förderung wieder anläuft. Im Jahr 2011 verursachte ein Streik in der Escondida-Mine einen Ausfall von insgesamt 60 Tsd. Tonnen.



Freeport verhandelt um neue Exportlizenz

In Indonesien streiten sich der Minenbetreiber Freeport und die indonesische Regierung um die Verlängerung der Exportlizenz für Kupferkonzentrate. Diese ist seit 12. Januar ausgesetzt. Während Freeport auf die bisherigen Vertragsregelungen insistiert, fordert die indonesische Führung Zugeständnisse in Form höherer Investitionen und Steuern sowie eine Reduzierung des von Freeport gehaltenen Anteils.

Der amerikanische Minenkonzern hat nun angekündigt, die Förderung in der Grasbergmine aufgrund der ausgesetzten Exportlizenz zu reduzieren. Schätzungen Freeports zufolge stehen dem Markt in jedem Monat ohne neue Lizenzen rund 32 Tsd. Tonnen Kupfer weniger zur Verfügung. Hinzu kommt, dass auch Grasberg von Streiks betroffen ist. So fürchten die Minenarbeiter mit Auslaufen des Tagebaus in der Mine um ihre Arbeitsplätze.



Fazit

Auf dem Kupfermarkt drohen in den zwei großen Kupferminen Escondida und Grasberg nennenswerte Produktionsunterbrechungen. Auch in Peru ist mit Las Bambas eine der großen Minen derzeit von Protesten im Land betroffen.

Angesichts der Größenordnungen der drohenden Förderausfälle könnte sich der für dieses Jahr auf dem Kupfermarkt erwartete Angebotsüberschuss in Höhe von rund 80 Tsd. Tonnen möglicherweise in ein Defizit verwandeln, was tendenziell steigende Preise zur Folge hätte. Allerdings hat der Markt auf dem derzeitigen Niveau ein entsprechendes Szenario unserer Einschätzung nach bereits weitestgehend eingepreist.



© Achim Wittmann
Investmentanalyst

Quelle: Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart



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