Nach mehr als acht Monaten wird es wieder einmal Zeit den Öl-Brent-Future unter die Lupe zu nehmen. Wobei rückblickend zur
Analyse vom 23. Juni 2009 der bisherige Bewegungsverlauf als klar volatil mit aufwärtsgerichtet Grundtendenz bezeichnet werden kann. Das damals skizzierte Szenario im Sinne steigender Notierung erfüllte sich zudem fast in voller Gänze mit erreichten Zwischenhochs nahe der Marke von 85 Dollar je Barrel. Richten wir daher in bewährter Art und Weise den Blick auf die Schlüsselmarken im nachfolgenden Fazit.
Quelle Charts: Tradesignal Web Edition
Fazit:
Die mehrmonatige Aufwärtsbewegung ist absolut beständig intakt und sollte grundsätzlich für weiter steigende Öl-Notierungen sorgen. Interessant wird es hierbei im bereits zweimal angelaufenen Preisbereich um 83 Dollar. Ein Tages- idealerweise Wochenschlusspreis oberhalb dieser ausgebildeten Widerstandsmarke sollte mittelfristig für weiter steigende Notierungen bis wenigstens 91 Dollar sorgen können. Wobei selbst im Falle einer nach wie vor volatil aufwärtsgerichteten Grundtendenz spätestens während des Sommers - zur Zeit der Hurrikan-Saison - Notierungen im Bereich der oberen Aufwärtstrendkanalkante um eben 90 Dollar möglich sind.
Andernfalls kippt Öl-Brent aus dem etablierten Aufwärtstrendkanal (aktuell bei 73,21 Dollar - täglich 5 US-Cent steigend) heraus und generiert schlussfolgernd wenigstens Abwärtspotenzial bis zur Preisregion um 64 Dollar. Unterhalb dieses Preisniveaus von 64 Dollar erfährt das charttechnische Setup eine deutlich bearische Tendenz.
Quelle Charts: Tradesignal Web Edition
Long Szenario:
Das laufende Setup bleibt bei Preisen oberhalb von rund 73 Dollar absolut intakt und folglich kann der Öl-Brent-Future jederzeit wieder mit rasch anziehenden Preisen überraschen. Ein Ausbruch über den Widerstandsbereich von rund 83 Dollar sollte prompt für Folgeanstieg bis wenigstens 88 Dollar sorgen können. Zum Sommer/Herbst werden zudem auch aus saisonaler Betrachtung Preise in der Region von 90 Dollar möglich.
Short Szenario:
Bei Preisen unterhalb von 73 Dollar erfährt das grundsätzlich positive Chartsetup ernste Risse. Preisrückschläge bis zur Unterstützungszone um 64 Dollar werden möglich. Im Falle einer Korrekturausdehnung mit nachhaltigen Preisen unterhalb von 64 Dollar verdunkelt sich die Chartsituation vollends. Preise von wenigstens 50 Dollar müssen sodann einkalkuliert werden.
© Christian Kämmerer
Technischer Analyst und Redaktionsmitglied