China ist der Schlüssel zur Zukunft des Goldpreises
04.02.2010 | 17:30 Uhr |
Hahn, Rainer
RTE Stuttgart - (www.rohstoffe-go.de) - Es gibt bestimmte Faktoren, die den Goldpreis antreiben und über die jeder spricht: die Schwäche des US-Dollars, die steigende Investmentnachfrage, die Tatsache, dass viele Produzenten ihre Hedge-Books auflösen und die gesunkenen Verkäufe der Zentralbanken. Die Analysten der Citigroup konzentrieren sich auf etwas anderes: China.
In einer aktuellen Analyse bezeichnen sie das Reich der Mitte als "wichtigste Quelle" für zukünftiges Nachfragewachstum bei Gold. Und zwar nicht nur durch die Zentralbank des Landes. Wie die Experten anführen, sei 2009 auch die Nachfrage aus dem Privatsektor besonders stark gewesen - insgesamt stieg die chinesische Goldnachfrage im vergangenen Jahr um 10 Prozent.
Diese Fokussierung auf die Goldnachfrage in China erfolgt zu einer Zeit, da die Sorge um eine Preisinflation in dem asiatischen Land wächst. Erst vor Kurzem hat die chinesische Regierung die ersten Schritte unternommen, um die Vergabe von Krediten einzuschränken, nachdem man 2009 zugelassen hatte, dass diese quasi außer Kontrolle geriet. Das befeuerte Inflationsängste und stärkte den Anreiz für die Bürger Chinas, Gold zu erwerben.
Wie die Analysten zudem anmerken, könne man natürlich auch davon ausgehen, dass die asiatischen Zentralbanken Gold ebenfalls nicht ignorieren werden. Sie führen aus, dass beispielsweise die chinesische und die indische Zentralbank bei Gold extrem untergewichtet seien. Nur 1,5 bzw. 4,1 Prozent ihrer gesamten Reserven seien golden. Der europäische Durchschnitt liege bei 54 Prozent.